Modekonzern Versace bestätigt Pläne für Börsengang
Rom (APA) - Der italienische Modekonzern Versace bestätigt Pläne für einen Börsengang. Der Termin stehe jedoch noch nicht fest und hänge von...
Rom (APA) - Der italienische Modekonzern Versace bestätigt Pläne für einen Börsengang. Der Termin stehe jedoch noch nicht fest und hänge von externen Faktoren wie der Entwicklung der Finanzmärkte ab, berichtete Versace-Chef Giangiacomo Ferraris laut Medienberichten von Dienstag.
„Wir bereiten uns ernsthaft auf den Börsengang vor. Die Bedingungen dafür sind vorhanden“, so Ferraris. Ziel sei, dem Unternehmen unabhängig von der Familie Versace ein langes Leben zu sichern und eine wettbewerbsfähige Struktur zu haben.
Noch unklar ist, an welche Börse Versace gehen will. „Mehrere Möglichkeiten sind noch offen. Wir sind zwar ein italienisches Unternehmen, unser Partner Blackstone stammt jedoch aus den USA und wir sind stark in Asien verankert“, betonte Ferraris.
Der US-Fonds Blackstone hatte 2014 210 Mio. Euro in die Aufstockung seines Anteils auf 20 Prozent investiert. Mit 1,14 Mrd. Euro wird der in den vergangenen Jahren stark umstrukturierte Versace-Konzern bewertet, der für 2015 mit einem Umsatz von 650 Mio. Euro rechnet. Bis 2017 soll der Umsatz auf 800 Mio. Euro steigen.
Geführt wird der Konzern von Santo Versace und seiner Schwester Donatella, Geschwister des 1997 in Miami ermordeten Firmengründers Gianni Versace. Nach dem Mord an Versace 1997 hatte der internationale Modekonzern jahrelang mit Schwierigkeiten gekämpft. In den letzten Jahren hat sich die Lage dank Kostensenkungen, einer Überprüfung des Vertriebs und der Umstellung der Kollektion verbessert.