Flüchtlinge - Sozialverbände: Untragbare Zustände in Ellwangen
Ellwangen (APA/dpa) - Eine Toilette für 350 Menschen, bis zu fünf Menschen auf zwei Matratzen: Sozialverbände haben die Zustände in der Land...
Ellwangen (APA/dpa) - Eine Toilette für 350 Menschen, bis zu fünf Menschen auf zwei Matratzen: Sozialverbände haben die Zustände in der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Ellwangen in Baden-Württemberg als untragbar kritisiert. Sie könnten im Falle einer Eskalation die Verantwortung nicht mehr mittragen, heißt es in dem Schreiben an das Regierungspräsidium Stuttgart.
Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie und Caritas kritisierten darin, der Sicherheitsdienst sei unterbesetzt und meist ungeschult, Toiletten und Matratzen reichten nicht aus. Auch die Aufenthaltsräume und die Essensausgabe müssten dringend erweitert werden.
Zuerst hatten SWR und „Schwäbische Zeitung“ über das Schreiben vom vergangenen Freitag berichtet. „Es ist schon zwölf, nicht fünf vor zwölf“, sagte der Oberbürgermeister von Ellwangen, Karl Hilsenbek (parteilos), am Dienstag. In der für 1.000 Menschen ausgelegten Aufnahmestelle lebtenderzeit rund 4.500 Flüchtlinge.