Erster Preis für Inklusion durch Wissenschaft und Technik vergeben

Wien (APA) - Mit der Entwicklung eines „4D-Joysticks zur Kontrolle von nicht-trivialen Spielzeugen“ hat sich ein Team des Kompetenznetzwerks...

Wien (APA) - Mit der Entwicklung eines „4D-Joysticks zur Kontrolle von nicht-trivialen Spielzeugen“ hat sich ein Team des Kompetenznetzwerks Informationstechnologie zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen (KI-I) in Linz beim erstmals vergebenen Preis für Inklusion durch Naturwissenschaft und Technik durchgesetzt. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) übergab am Dienstag die Auszeichnung.

Mit dem WINTEC genannten Preis will das Sozialministerium Projekte auszeichnen, die zum Abbau von Barrieren und zur Stärkung des Inklusionsgedankens beitragen. Dazu wurden Innovationen gesucht, die zukunftsweisend für die Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft sind. Hundstorfer betonte in einer Aussendung, dass „neue technische Lösungen und innovative Assistenzsysteme maßgeblich zum Abbau von Barrieren und damit zur Verbesserung des Alltags von Menschen mit Behinderungen beitragen“.

Den ersten, mit 5.000 Euro dotierten Preis erhielt das Forscherduo Georg Nussbaum und David Thaller vom KI-I für ihren 4D-Joystick. Dieser ermöglicht es Menschen mit schweren körperlichen Behinderungen, Spielzeuge wie ferngesteuerte Flugzeuge, Helikopter, Autos oder Boote mit dem Mund zu steuern. Das System kann auch als Musikinstrument, als Eingabegerät zur Steuerung von Computern bzw. komplexer Computerspiele eingesetzt werden.

Für die Entwicklung einer neuen bionischen Prothese, deren Bewegungen durch Gedanken gesteuert werden, erhielt ein Team um Konstantin Bergmeister und Oskar Aszmann vom Christian Doppler Labor für Extremitätenrekonstruktion und Rehabilitation an der Medizin-Uni Wien den zweiten Preis (3.000 Euro). Die Prothese wurde heuer bereits mit dem ersten Platz bei dem von der B&C Privatstiftung vergebenen Houskapreis ausgezeichnet.

Den dritten Platz (1.000 Euro) erhielt Miriam Augstein von der Fachhochschule Oberösterreich für das Forschungsprojekt „Interaction Analysis for Automated Adaptation“. Ziel ist, dass sich Systeme an den individuellen Menschen und seine kognitiven und motorischen Voraussetzungen und Präferenzen anpassen.