Bezirk Imst

(Nächsten-)Liebe geht in Imst durch den Magen

© Mayr

Menschen aus 80 Nationen und 160 Flüchtlinge leben in Imst. Beim ersten Integrationsfest der Stadt kann man sich durch die Kulturen kosten.

Von Matthias Reichle

Imst –Menschen aus80 Nationen leben in Imst zusammen. „Die Möglichkeit zur Verständigung entsteht durch die Begegnung“, erklärt die Leiterin des Integrationsbüros der Bezirksstadt, Kirsten Mayr. Daraus ist die Idee des ersten internationalen Kulturenfests am Samstag entstanden, das sie gemeinsam mit dem Stadtmarketing und dem Verein „Miteinand“ auf die Beine stellt. Kennenlernen geht durch den Magen. Bei „Imst is(s)t Vielfalt“ – so das Motto – kann man sich durch eine Auswahl typischer Landesgerichte kosten. Es stehen unter anderem Köstlichkeiten aus Syrien, dem Iran, der Türkei, Ägypten und Brasilien auf der Speisekarte.

„Es geht darum, die unterschiedlichsten Kulturen vorzustellen“, so Mayr – und freilich haben dort auch die Flüchtlinge, die in Imst untergebracht sind, ihren Platz.

Derzeit sind es 145 in drei verschiedenen Unterkünften – in der Sonneninsel, im Klösterle und neben dem Sonderpädagogischen Zentrum –, erklärt die Integrationsbeauftragte. Dazu kommen noch 15 syrische Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 5 und 33 Jahren, die in drei verschiedenen Häusern im Kinderdorf am Sonnberg untergebracht sind. Sowohl das Kinderdorf als auch das Flüchtlingsheim werden beim Fest einen eigenen Stand betreiben. Mayr ortet angesichts der Flüchtlingsthematik derzeit eine „große Solidaritätsbewegung“ in Imst. Bisher haben sich bei ihr an die 20 freiwillige Helfer gemeldet, die nicht mit Sachspenden, „sondern mit konkretem Tun“ etwas für die Flüchtlinge unternehmen, betont sie. Vor allem Deutsch-Konversationskurse seien wichtig, damit Flüchtlinge schnell die Sprache erlernen. Los geht es mit „Imst is(s)t Vielfalt“ von 11 bis 17 Uhr am Imster Rathausplatz. Wo die Besucher neben kulinarischen auch allerlei akustische Genüsse erwarten.

Angesichts des „Langen Tags der Flucht“, der schon am Freitag stattfindet, öffnen übrigens mehrere Flüchtlingsheime ihre Türen. Die Unterkünfte in Roppen, Umhausen und Sautens feiern ab 14 Uhr ein Begegnungsfest, zu dem die Bevölkerung eingeladen ist.

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