APA Medien News: Radio-Trends, Radio-Geburtstag

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Radio-Trends: Der Testbetrieb für den Digitalradio-Standard DAB + dürfte um ein weiteres Jahr verlängert werden. Dies erklärte Alfred Grinschgl, Geschäftsführer des Fachbereichs Medien in der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, am Dienstag bei den Österreichischen Medientagen. Wolfgang Struber, Obmann-Stellvertreter des Vereins Digitalradio und Geschäftsführer des Privatsenders Radio Arabella, forderte zugleich von der Medienpolitik eine „gesetzgeberische Willensbekundung, die den Weg für die Etablierung von Digitalradio in Österreich ebnet“. ORF-Radiodirektor Karl Amon meinte, dass DAB + für den ORF nur dann Sinn hat, „wenn man die digitalen Möglichkeiten nutzen und ausbringen kann - wir wollten einen neuen Sender testen, das wurde uns gesetzlich untersagt, deshalb warten wir lieber“. Für Life Radio-Chef Christian Stögmüller ist Digitalradio erst dann „Thema, wenn man eine erkleckliche Anzahl an Hörern erreicht“. Stögmüller und Kronehit-Geschäftsführer Ernst Swoboda präsentierten bei den Medientagen unterdessen den neuen Radioplayer Österreich (radioplayer.at). Der Radioplayer vereint den Großteil der heimischen Privatradios auf einer Plattform. Die vertretenen Sender können via Computer und Internet oder via Smartphone- und Tablet -App gehört werden. Die Privatsender haben auch die ORF-Radios auf die neue Plattform eingeladen. Der ORF hat eine mögliche Teilnahme aber vorerst auf Eis gelegt.

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Radio-Geburtstag: Das Privatradio Antenne Steiermark feiert Geburtstag: Am 22. September 1995 ging der Sender um 9.55 Uhr mit dem Disco-Klassiker „Born to Be Alive“ erstmals on air. Die steirische Antenne war damit der erste heimische Sender, der mit einer Privatradiolizenz starten konnte. Der Großteil der österreichischen Privatsender durfte wegen rechtlicher Auseinandersetzungen um Lizenzen und Privatradiogesetz erst am 1. April 1998 beginnen. „Österreich war damals das Medien-Albanien - als letztes europäisches Land, das Privatradio machen durfte“, sagte Antenne-Geschäftsführer Rudolf Kuzmicki, der damals Marketingleiter des Senders war am Dienstag in einer Aussendung. Der neue Privatsender kam bald auf respektable Hörerzahlen und setzte in den ersten Jahren in der Steiermark vor allem dem ORF-Radio Ö3 stark zu. Ö3 entwickelte sich in der Folge zum Formatradio und konnte sich so gerade noch rechtzeitig auf den Start des Privatradios im Jahr 1998 vorbereiten. „Damals hat uns kaum jemand einen Erfolg zugetraut“, so Kuzmicki. Heute erreicht der Sender 250.000 Hörer täglich und kommt in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen auf 22 Prozent Marktanteil.