Iran: Sind bereit zum gemeinsamem Anti-Terror-Kampf mit Russland
Moskau/Damaskus (APA/dpa) - Der Iran hat den russischen Vorschlag einer internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (I...
Moskau/Damaskus (APA/dpa) - Der Iran hat den russischen Vorschlag einer internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) begrüßt. Sein Land sei zu gemeinsamen Aktionen bereit, sagte der iranische Vizeaußenminister Hossein Amir-Abdollahian am Dienstag in Moskau. Eine Einheitsfront gegen den Terror sei dringend nötig.
Moskau und Teheran sind enge Verbündete des syrischen Regimes. Dessen umstrittener Präsident Bashar al-Assad hatte russischen Staatsmedien vor kurzem gesagt, der Iran unterstütze Syrien „wirtschaftlich, politisch und militärisch“. Dies bedeute aber nicht, dass der „Iran seine Armee oder bewaffnete Kräfte nach Syrien schickt“.
Amir-Abdollahian bekräftigte in Moskau, die Islamische Republik bestehe auf einer Beteiligung des syrischen Präsidenten an einer politischen Lösung des Konflikts. „Welcher Schritt auch unternommen wird - Assad wird Teil der Krisenbewältigung sein“, sagte er der Agentur Interfax zufolge.
Die syrische Luftwaffe benutzt nach Angaben eines Militärsprechers neue russische Kampfflugzeuge in dem Bürgerkriegsland. Seit mehr als zehn Tagen seien mehrere von Russland gelieferte Jets im Einsatz, sagte der Militär-Angehörige am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.
Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass die Luftwaffe des Assad-Regimes russische Maschinen zur Bombardierung der von der Terrormiliz IS kontrollierten Städte Palmyra und Al-Raqqa einsetze.
Russland gilt als der engste Verbündete des syrischen Machthabers und unterstützt dessen Regime trotz westlicher Kritik seit Jahren mit Waffen. Der Westen, allen voran die USA, hatten in den vergangenen Wochen ihre Sorge über ein größeres Militär-Engagement Russlands in Syrien geäußert.
Russlands Präsident Wladimir Putin wollte noch am Dienstag in Moskau mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) über Syrien sprechen. An diesem Mittwoch wird dann das türkische Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan in der Hauptstadt erwartet. Russland hatte die Lieferung von Waffen und die Entsendung von Militärberatern nach Syrien zuletzt verstärkt. Die Türkei dringt hingegen auf Assads Entmachtung.