Flüchtlinge - Mikl-Leitner will Entlastung für Österreich
Brüssel/Wien (APA) - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will im Rahmen der Verteilung von Flüchtlingen in der EU auch auf eine weite...
Brüssel/Wien (APA) - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) will im Rahmen der Verteilung von Flüchtlingen in der EU auch auf eine weitere Entlastung Österreichs drängen. „Selbstverständlich“, könnte sich Österreich auch für die von Ungarn nicht genutzte Quote in Stellung bringen, sagte die Innenministerin am Dienstag auf in Brüssel auf entsprechende Fragen.
„Ich schließe nicht aus, dass wir auch einmal Teil eines Relocation-Programmes werden“, sagte Mikl-Leitner. Kar sei, dass der Schwerpunkt zur Verteilung der 120.000 Flüchtlingen jetzt auf der Balkanroute liege, und wenn es zu einer Entlastung dieser Route komme, profitiere auch Österreich davon.
Die Innenministerin erwartet am Dienstag einen Kompromiss zur Verteilung von 120.000 Flüchtlingen aus Italien und Griechenland. „Ich bin auch bereit für einen Mehrheitsbeschluss“, sagte sie. „Es braucht hier ein Ergebnis, es braucht eine Lösung, denn so kann es nicht weitergehen.“ Sie glaube auch an eine nachhaltige Quote. Diese werde aber nicht heute beschlossen. „Wir müssen noch Überzeugungsarbeit leisten.“
Stundenlang hätten bereits Experten und Botschafter verhandelt, nun gehe es auf Ministerebene weiter. Die Zahl von 120.000 Flüchtlingen und ihre Umverteilung stehe weiterhin zur Diskussion, fügte sie hinzu. „Das kann nur einmal ein Schritt in die richtige Richtung sein“. Ziel müsse eine nachhaltige und faire Quote sein, sagte die Innenministerin, die bei ihrem „Doorstep“ vor der Presse zweimal fast von hereinfahrenden Autos gerammt wurde.