Trockener Sommer ließ Borkenkäfer-Gefahr steigen
Wien (APA/dpa) - Der trockene und heiße Sommer hat die Borkenkäfer-Gefahr in den Wäldern gesteigert. Der Schädling breitete sich weiter aus,...
Wien (APA/dpa) - Der trockene und heiße Sommer hat die Borkenkäfer-Gefahr in den Wäldern gesteigert. Der Schädling breitete sich weiter aus, in günstigen Lagen könnte es sein, dass sich drei Generationen entwickelt haben. Überwintert die zweite oder dritte Generation, müsse man im Frühjahr mit höheren Schäden und mehr Nachkommen rechnen, hieß es seitens des Bundesforschungszentrum für Wald am Dienstag zur APA.
Das Niederschlagsdefizit und die andauernde Hitze haben die Abwehrkraft und die Vitalität der Bäume reduziert. Zusätzlich war die Witterung für die Entwicklung der Borkenkäfer sehr günstig, hauptsächlich für Fichtenborkenkäfer. Diese Kombination führte zu einem stärkeren Schädlingsbefall.
Für den Waldbewirtschafter sei es nun wichtig, wenn er befallene Bäume hat, müssen diese umgehend entfernt werden, sagte Gottfried Steyrer vom Institut für Waldschutz. Bei befallenen Bäumen färbt sich die Baumkrone braun, die Rinde blättert ab oder Nadeln rieseln zu Boden.
„Wichtig ist, dass die Waldbewirtschafter jetzt die Wälder durchgehen und die Bäume, bei denen die Brutentwicklung noch nicht weit fortgeschritten ist, erkennen und entfernen. Bevor die Jungkäfer wieder den Baum verlassen, sollte der Baum entfernt werden, damit die Verbreitung und Vermehrung der Käfer nicht weitergetrieben wird. Bis in den Herbst sollten unbedingt regelmäßige Kontrollen im Wald durchgeführt werden“, sagte Steyrer.