Rund ein Fünftel der Bauernerträge 2014 waren öffentliche Gelder
Wien (APA) - Rund ein Fünftel der Erträge der heimischen Bauern stammte im Jahr 2014 aus öffentlichen Geldern. Bei kleinen Betrieben lag der...
Wien (APA) - Rund ein Fünftel der Erträge der heimischen Bauern stammte im Jahr 2014 aus öffentlichen Geldern. Bei kleinen Betrieben lag der Anteil der Förderungen bei einem Fünftel, bei großen Betrieben bei mehr als einem Zehntel, geht aus dem am Dienstagnachmittag veröffentlichten „Grünen Bericht“ des Landwirtschaftsministeriums hervor.
Für die Ertragsdaten wurden mehr als 2.200 Buchführungs-Testbetriebe in Österreich ausgewertet. Der durchschnittliche Ertrag belief sich auf 94.374 Euro pro land- und forstwirtschaftlichen Betrieb, davon waren 17.006 Euro öffentliche Gelder. Wie im Jahr davor lag der Ertraganteil der Förderungen 2014 damit bei 18 Prozent der gesamten Bauernerträge. Bei kleinen Betrieben lag der Anteil der öffentlichen Gelder bei 26 Prozent, bei mittleren bei 19 Prozent und bei großen Betrieben bei 13 Prozent.
Bei Marktfruchtbetrieben (u.a. Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben) lag der öffentliche Förderanteil an den bäuerlichen Erträgen bei 24 Prozent, bei Dauerkulturbetrieben mit Obst/Wein/Hopfen (9 Prozent), Futterbaubetriebe mit Milchviehhaltung/Rindermast (21 Prozent), Veredlungsbetriebe mit Schweinemast/ Geflügelhaltung (6 Prozent) und Forstbetriebe (23 Prozent).
Laut „Grünem Bericht“ sind die Einkünfte 2014 im Vergleich zum Jahr davor um 5 Prozent auf 23.370 Euro je Betrieb gesunken. „Ausschlaggebend für den Rückgang der Einkünfte im Vergleich zum Vorjahr waren niedrigere Erträge in der Schweinehaltung, gesunkene Erzeugerpreise für Erdäpfel, Tafeläpfel und Milch, die niedrigere Weinernte und höhere Aufwendungen für Personal, Pachten oder Mieten“, heißt es im Bericht.
Einkommensminderungen gab es im südöstlichen und nordöstlichen Flach- und Hügelland, Einkommenszuwächse im Wald- und Mühlviertel und im Kärntner Becken. Marktfrucht- und Veredelungsbetriebe verzeichneten zum Teil erhebliche Einkommensrückgänge, bei Futterbaubetrieben gab es hingegen ein Einkommensplus von 5 Prozent.