Ski Alpin

Familie von Olympiasieger Mayer nahm irakische Flüchtlinge auf

Matthias Mayer zeigte sich auf Facebook mit den Kindern der Flüchtlingsfamilie, die er mit seinen Verwandten in Kärnten betreut.
© facebook.com/Mayer

Gemeinsam mit Bernadette Schild lud Matthias Mayer 1.000 Schüler in Wiener Neustadt zum Sporttag. Seine Familie in Afritz kümmert sich mit Bekannten um zwei irakische Flüchtlingsfamilien.

Wiener Neustadt – Die ÖSV-Skistars Matthias Mayr und Bernadette Schild haben am Dienstag gleich tausend Kinder und Jugendliche auf einen Schlag glücklich gemacht. Der Abfahrts-Olympiasieger und die Slalomläuferin besuchten ein Gymnasium in Wiener Neustadt und beteiligten sich am Turnunterricht der Sportklassen. Mayer erzählte dabei, dass seine Familie in Kärnten irakische Flüchtlingsfamilien aufgenommen hat.

Die Familie Mayer kümmert sich zusammen mit Freunden in Afritz um zwei irakische Familien, die es nach sechsmonatiger Flucht in Schlauchbooten und zu Fuß bis nach Österreich geschafft haben. „Sie haben unglaubliche Geschichten zu erzählen. Für mich als 25-Jährigen klingt das wie ein Film und nicht die Realität“, erzählte Mayer. „Es ist irrsinniges Leid, das die da durchmachen. Zumindest für unsere zwei Familien haben wir deshalb geschaut, dass wir es so gut wie möglich hinkriegen. Sie sind unglaublich dankbar dafür. Es ist schön, dass man helfen kann“,

Mayer hat sich selbst um die Wohnungseinrichtung gekümmert. Die Kinder der Flüchtlingsfamilien gehen dieser Tage erstmals auch in Österreich zur Schule. „Heute haben sie erstmals auch Turnen“, berichtete Mayer, der wie Schild im Bundesgymnasium Zehnergasse, Partnerschule eines seiner Sponsoren (Uniqa), von den Kids bestürmt wurde. „Tausend Herzen begleiten euch nun durch die Saison“, bedankte sich Schul-Direktor Werner Schwarz, selbst jahrelang als Langlauf-Nationaltrainer mit dem österreichischen Spitzensport eng verbunden.

Während Schild erst nach der Qualifikation weiß, ob sie in gut einem Monat in Sölden beim Weltcup-Auftakt am Start ist, ist Mayer im Riesentorlauf Fixstarter. Mit der Sommer-Vorbereitung ist der Abfahrts-Olympiasieger hoch zufrieden. „Im Gegensatz zum Vorjahr in Ushuaia waren diesmal die zwei Wochen in Chile perfekt“, ließ Mayer Hoffnung aufkommen, dass es im kommenden Winter keine „ÖSV-Abfahrtskrise“ bis tief in den Dezember hinein gibt. Eine Kampfansage an die beiden Norweger Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud folgte sofort. „Auch wir haben eine schlagkräftige Truppe!“ (APA)