US-Vorwahlkampf: Carson lenkt nach Muslim-Kommentar ein

Washington (APA/dpa) - Nach seinem umstrittenen Kommentar über einen aus seiner Sicht unmöglichen muslimischen US-Präsidenten lenkt der repu...

Washington (APA/dpa) - Nach seinem umstrittenen Kommentar über einen aus seiner Sicht unmöglichen muslimischen US-Präsidenten lenkt der republikanische Kandidat Ben Carson ein. „Es ist mir egal, was jemand für religiöse Überzeugungen hat oder was sein religiöses Erbe ist“, sagte Carson am Dienstag vor einer Wahlkampfveranstaltung im Staat Ohio.

„Wenn sie die amerikanische Kultur annehmen, wenn sie unsere Verfassung annehmen und gewillt sind, das über ihren religiösen Glauben zu stellen, habe ich kein Problem damit.“

Der ehemalige Kinder-Neurochirurg hatte am Sonntag gesagt, dass ein Muslim seiner Ansicht nach nicht Präsident werden könne, da der islamische Glauben im Widerspruch zur US-Verfassung stehe. Die Äußerungen lösten heftige Reaktionen aus.

Bereits am Montag hatte er die Bemerkungen abgeschwächt und erklärte am Dienstag, sein Kommentar sei aus dem Kontext genommen worden. Der tief religiöse Carson gehört in Umfragen zu den führenden Bewerbern seiner Partei.