Chinas Präsident Xi zu Besuch in den USA eingetroffen
Seattle (APA/AFP) - Der chinesische Präsident Xi Jinping ist zu einem mehrtägigen Besuch in den USA eingetroffen. Xi landete am Dienstag in ...
Seattle (APA/AFP) - Der chinesische Präsident Xi Jinping ist zu einem mehrtägigen Besuch in den USA eingetroffen. Xi landete am Dienstag in Seattle im US-Bundesstaat Washington. Zunächst hält sich der Staatschef an der Westküste auf, wo er Wirtschaftsvertreter treffen und die Sitze der US-Konzerne Boeing und Microsoft besuchen will.
Am Freitag empfängt US-Präsident Barack Obama seinen chinesischen Kollegen im Weißen Haus und veranstaltet ein Staatsbankett für den Gast aus Peking. Anschließend reist Xi zur UN-Generaldebatte nach New York weiter.
Obama hatte angekündigt, bei dem Treffen seinen Ärger über chinesische Cyberattacken auf Einrichtungen und Unternehmen in den USA anzusprechen. Medienberichten zufolge bereitet die US-Regierung Sanktionen gegen chinesische Akteure vor, die von Industriespionage im Netz profitieren. Außerdem betrachtet Washington die Streitigkeiten Pekings mit Nachbarländern über Inseln im Südchinesischen und im Ostchinesischen Meer mit Sorge.
Als Zeichen für die Differenzen bei Bürgerrechten und Meinungsfreiheit lud das Weiße Haus am Dienstag Vertreter von US-Nichtregierungsorganisationen ein, die unter ein geplantes neues chinesisches Sicherheitsgesetz zu fallen drohen. „Wir sind zutiefst besorgt über das Gesetz“, sagte ein Vertreter des Weißen Hauses. Die angestrebte Regelung sieht vor, dass sich eine Reihe ausländischer Organisationen - darunter neben Menschenrechtsgruppen auch Stiftungen und Universitäten - bei den Sicherheitsbehörden registrieren lassen und regelmäßig Bericht erstatten müssen.
In einem Interview mit der Zeitung „Wall Street Journal“ hob Xi die Führungsrolle der USA und Chinas in der Welt hervor. „Gemeinsam machen China und die USA ein Drittel der Weltwirtschaftsleistung, ein Viertel der Weltbevölkerung und ein Fünftel des globalen Handels aus“, schrieb er. „Man muss sich nur vorstellen, was passiert, wenn zwei große Länder wie unsere nicht zusammenarbeiten.“
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