UNO-Generalversammlung - Diplomatischer Marathon in New York
New York (APA/AFP) - Den Vereinten Nationen in New York stehen betriebsame Tage bevor: Rund 160 Staats- und Regierungschefs werden am UN-Sit...
New York (APA/AFP) - Den Vereinten Nationen in New York stehen betriebsame Tage bevor: Rund 160 Staats- und Regierungschefs werden am UN-Sitz in New York erwartet, darunter US-Präsident Barack Obama und sein russischer Amtskollege Wladmir Putin. Auch Papst Franziskus will eine Rede halten. Österreich ist ab dem Wochenende durch Bundespräsident Heinz Fischer und Außenminister Sebastian Kurz vertreten.
Zunächst soll beim Nachhaltigkeitsgipfel die entwicklungspolitische Agenda der Weltgemeinschaft beschlossen werden, anschließend geht es bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung um Themen wie den Syrien-Konflikt und die Flüchtlingskrise. Ein Überblick:
PAPST-BESUCH BEI DER UNO
Als vierter Papst hält Franziskus Freitag früh eine Rede vor der UN-Vollversammlung. Daneben sind Treffen des Oberhauptes der katholischen Kirche mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sowie dem Präsidenten der UN-Vollversammlung, dem Dänen Mogens Lykketoft, geplant. Auch mit UN-Mitarbeitern will Franziskus zusammenkommen. Als erster Papst hatte Paul VI. im Jahr 1965 vor der UN-Vollversammlung gesprochen, auch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. wandten sich am Sitz der Vereinten Nationen an die Weltgemeinschaft.
UN-NACHHALTIGKEITSGIPFEL
Im Anschluss an die Papst-Rede beginnt der UN-Nachhaltigkeitsgipfel. Bei dem bis Sonntag dauernden Spitzentreffen sollen 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Welt bis zum Jahr 2030 verabschiedet werden. Darunter sind die Beseitigung der extremen Armut, die Förderung von Gesundheitsversorgung und Bildung sowie der Kampf gegen den Klimawandel. Der Katalog führt die zur Jahrtausendwende beschlossenen Millenniumsziele fort, die den Zeitraum bis 2015 abdeckten. Am Rande des Gipfels findet am Sonntag ein Arbeitsmittagessen zum Klimaschutzabkommen statt, das im Dezember in Paris verabschiedet werden soll.
UN-GENERALDEBATTE
Spitzenpolitiker aus aller Welt versammeln sich Ende September traditionell zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. In diesem Jahr dürfte die Aufmerksamkeit besonders groß sein: Die Vereinten Nationen feiern ihren 70. Geburtstag, außerdem haben sich seltene Gäste angesagt. Erstmals seit zehn Jahren will Russlands Präsident Wladimir Putin wieder das Wort ergreifen, zum ersten Mal werden Chinas Staatschef Xi Jinping und Kubas Präsident Raul Castro eine Rede halten.
UN-Generalsekretär Ban hat für Mittwoch ein Sondertreffen zur Flüchtlingskrise anberaumt, am gleichen Tag leitet Russland eine Sicherheitsratssitzung zum Syrien-Konflikt. Die Generaldebatte bietet auch Möglichkeiten für bilateralen Austausch: Spekuliert wird über ein Treffen zwischen Obama und Putin, um über die Differenzen bei den Konflikten in Syrien und der Ukraine zu sprechen.
~ WEB http://www.un.org/en/ga/ ~ APA034 2015-09-23/08:00