Kaunertal-Ausbau bleibt umstritten
Kaunertal – Trotz derzeit ungünstiger Vorzeichen hofft der Galtürer Landtagsvizepräsident Toni Mattle auf den von der Tiwag geplanten Ausbau...
Kaunertal –Trotz derzeit ungünstiger Vorzeichen hofft der Galtürer Landtagsvizepräsident Toni Mattle auf den von der Tiwag geplanten Ausbau des Kaunertalkraftwerks. Gegenüber Plänen an der Gurgler Ache im Ötztal sei Kaunertal II das wesentlich effizientere Projekt. Allerdings müsste Wasser aus dem Ötztal übergeleitet werden. „Mit dem Bau des Pumpspeicherkraftwerks im Kaunertal und Platzertal könnten weitere Investitionen gleich miterledigt werden, etwa die lawinensichere Zufahrt zum Kaunertaler Gletscher“, betonte Mattle.
Dieser Sichtweise nicht anschließen kann sich die Bürgerinitiative „Lebenswertes Kaunertal“. Das Projekt bzw. die Vorgangsweise des Kraftwerksbetreibers Tiwag sei „ein Wahn“. Die Macher hätten einiges übersehen. „Da werden Millionen in diverse Vorleistungen investiert und Probebohrungen gemacht, ohne dass man sich das benötigte Wasser aus dem Ötztal schriftlich gesichert hat“, zeigt VBM Werner Gfall von der Bürgerinitiative auf. Wirtschaftlich sei das Pumpspeicherkraftwerk ohnedies nicht tragbar. Auch glaube niemand an die versprochene Wertschöpfung. „Von einem Kraftwerksmehrwert für das Tal haben wir noch nie etwas gemerkt“, sagte Gfall. (hwe)