Ans Aufhören denkt er nicht: Schauspieler Horst Sachtleben wird 85

München (APA/dpa) - Seit mehr als 60 Jahren steht Horst Sachtleben auf der Bühne und beinahe so lange schon vor der Fernsehkamera. Das Publi...

München (APA/dpa) - Seit mehr als 60 Jahren steht Horst Sachtleben auf der Bühne und beinahe so lange schon vor der Fernsehkamera. Das Publikum kennt den Schauspieler aus Krimis, Familienfilmen und als Bischof im ARD-Dauerbrenner „Um Himmels Willen“. Am 24. September wird der vielbeschäftigte Schauspieler 85 - und denkt deswegen keinesfalls ans Aufhören, wie er kürzlich der Deutschen Presse-Agentur erzählte.

Im Gegenteil: Zurzeit steht Sachtleben in Halle/Saale für den Krimi „Zorn“ vor der Kamera. „Darauf freue ich mich, auch weil ich die Stadt nicht kenne“, verriet der Schauspieler kurz vor Drehbeginn. Die Handlung spiele in einem Altersheim. „Der Film hat es in sich. Eine hochpolitische, kriminalistisch sehr interessante Geschichte und zugleich sehr anrührend.“ Ausgestrahlt wird „Zorn“ im kommenden Jahr in der ARD.

Dort feierte Sachtleben erst vor kurzem einen großen Quotenerfolg mit der Tragikomödie „Über den Tag hinaus“. Mit seiner Darstellung eines todkranken Arztes auf Abschiedstour bewegte der Schauspieler fast fünf Millionen Zuschauer. „Ich bin ja eigentlich immer skeptisch, was meine Filme angeht - aber der gefällt auch mir.“

Begonnen hat der gelernte Schauspieler, Musical- und Chanson-Sänger seine Karriere in den 50er Jahren im Hebbel-Theater Berlin und wechselte anschließend ans Schauspielhaus Zürich. Mehr als 30 Jahre gehörte er dem Bayerischen Staatsschauspiel in München an, wo er auch als Regisseur tätig war. 2010 spielte Sachtleben bei den Bad Hersfelder Festspielen im „Wilhelm Tell“.

In den 60er Jahren begann er seine Fernsehkarriere: Ob „Derrick“ und „Tatort“, „Forsthaus Falkenau“, „Dahoam is Dahoam“ oder ZDF-Sonntagsromanzen - Sachtleben ist regelmäßig im TV zu sehen. Eine seiner bekanntesten Rollen ist die des Bischof Rossbauer im ARD-Quotenhit „Um Himmels Willen“. Neben seinen Theater- und Fernsehengagements machte Sachtleben immer wieder Abstecher auf die Kinoleinwand, etwa 1996 in „Jenseits der Stille“ und 2013 in „Buddy“, sowie in die Synchronisation. Jahrelang lieh er beispielsweise Peter Falk als „Columbo“ seine Stimme.