Flüchtlinge - Notversorgung an Grenze in Salzburg spärlich angenommen

Salzburg/Freilassing (APA) - Trotz schlechten Wetters und niedrigen Temperaturen in Salzburg nehmen die Flüchtlinge die Notversorgung beim G...

Salzburg/Freilassing (APA) - Trotz schlechten Wetters und niedrigen Temperaturen in Salzburg nehmen die Flüchtlinge die Notversorgung beim Grenzübergang Freilassing weiterhin nur spärlich an. Am Mittwoch in der Früh warteten 600 Personen auf den Grenzübertritt nach Deutschland. Im ehemaligen Zollamtsgebäude auf Salzburger Seite, in dem 150 Betten bereitstehen, übernachteten laut einem Sprecher des Landes nur 30 Flüchtlinge.

Auch die nicht einmal zwei Kilometer entfernte Notunterkunft auf dem ehemaligen Asfinag-Gelände an der Münchner Bundesstraße in Salzburg-Liefering, die Platz für rund 500 Menschen und eine Vollversorgung bietet, wird nur spärlich angenommen. Immerhin haben in der Nacht auf heute 130 Flüchtlinge das Quartier aufgesucht, wie Christian Blaschke, Sprecher von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP), gegenüber der APA erklärte.

Viele Flüchtlinge würden so knapp vor ihrem Ziel weiterhin lieber direkt an der Grenze warten, bis sie nach Deutschland einreisen dürfen, sagte Blaschke. „Wir versuchen mithilfe von Dolmetschern die Unterkunft in Liefering zu bewerben.“ Ein Shuttle-Dienst sei eingerichtet. Für alle jene, die sich nicht überzeugen ließen und weiterhin an der Grenze im Freien bleiben wollen, würden mehrere tausend Stück Regenüberwürfe bereitliegen.

Der Strom von durchreisenden Flüchtlingen riss in Salzburg auch am Mittwoch nicht ab. Gegen 10.00 Uhr befanden sich laut Polizei bereits wieder 800 Flüchtlinge am Grenzübergang Freilassing, 250 hielten sich in der Tiefgarage am Salzburger Hauptbahnhof auf. Bis Mittag sollen Sonderzüge aus Kärnten mit abermals rund 250 Flüchtlingen eintreffen. In der Nacht auf heute sei gegen Mitternacht noch ein Sonderzug mit 460 Flüchtlingen von Salzburg nach Deutschland gefahren, sagte Blaschke. Die Information darüber sei sehr kurzfristig gewesen, was die Arbeit der Einsatzkräfte nicht leichter mache.