Flüchtlinge - Ruhige Lage an steirisch-slowenischer Grenze

Graz (APA) - An den steirischen Grenzen zu Slowenien und in den Sammelstellen und Transitquartieren war die Nacht auf Mittwoch und in der Fr...

Graz (APA) - An den steirischen Grenzen zu Slowenien und in den Sammelstellen und Transitquartieren war die Nacht auf Mittwoch und in der Früh laut dem steirischen Roten Kreuz verhältnismäßig ruhig. Nur vereinzelt trafen Flüchtlinge an den Übergängen ein. Das Transitquartier in der Schwarzl-Halle in Unterpremstätten wurde kurzfristig in eine Notunterkunft für Asylwerber umfunktioniert.

Die Versorgung und die Organisation der raschen Weiterreise der Menschen funktionierten laut Rotem Kreuz gut. Allerdings kam es von Dienstag auf Mittwoch zu einer Umstrukturierung: Alle in der Schwarzl-Halle verbliebenen Flüchtlinge sind am Dienstagnachmittag in die vom Roten Kreuz betreute Unterkunft in der Bellaflora-Halle in Feldkirchen gebracht worden. Der Arbeitersamariterbund Graz (ASB), der die Flüchtlinge in der Schwarzlhalle betreute, hat seine Tätigkeit laut einer Aussendung beendet. Präsident Peter Scherling dankte allen freiwilligen Mitarbeitern, Ärzten und Sanitätern für „ihre großartigen Leistungen und ihre Zeitspenden“. Die Grundversorgung der Asylwerber soll vom ASB Bundesverband und seinen Untergliederungen betrieben werden.

Im Lauf des vergangenen Tages und der Nacht wurden rund 200 Versorgungen von Flüchtlingen durch das Rote Kreuz vorgenommen. Die Patienten hatten Fieber- und Erkältungssymptome sowie kleinere Blessuren von den Reisestrapazen.

Vom Roten Kreuz Steiermark werden die Transitunterkunft im ehemaligen Euroshopping-Center (Graz-West), die Transitunterkunft Bellaflora-Halle (Feldkirchen), die Sammelstelle in Spielfeld und die Sammelstelle in Bad Radkersburg betreut. Zusätzlich werden Versorgungsdienste am Grazer Hauptbahnhof sowie am Bahnhof in Fürstenfeld geleistet.

Gegen 9.00 Uhr am Mittwoch befanden sich im Ex-Euroshopping-Center 756 Flüchtlinge (Kapazität: 1.500) und in der Bellaflora-Halle 270 Schutzbedürftige (Kapazität: 400). In den Sammelstellen Spielfeld und Bad Radkersburg war am Vormittag kein Eintreffen von Flüchtlingen registriert worden. Ebenso waren am Bahnhof Fürstenfeld und am Hauptbahnhof Graz - im Personentunnel Nord - aktuell keine Versorgungsmaßnahmen durchzuführen.