Ex-Rodel-Ass Reithmayer bleibt dem Sport treu
Einstieg in die Berufslaufbahn nach der Sportkarriere: Die Tiroler Ex-Rodlerin Nina Reithmayer fand ein Nest, in dem sie sich ebenso wohl fühlt wie zuvor.
Von Vivien Schibblock
Innsbruck –Nach 21 Jahren Renn-Rodelkarriere und drei Olympia-Teilnahmen stellte Nina Reithmayer den Schlitten im Jahr 2014 in die Ecke. Als Silbermedaillen-Gewinnerin bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver (CDN) gibt die Innsbruckerin heute ihr Wissen an den Nachwuchs weiter: „Im Winter bin ich zweimal wöchentlich beim Kinder-Bahntraining dabei.“ Die Arbeit mit den Sechs- bis Siebenjährigen sei eine optimale Abwechslung. Grund: Die Altersspanne ihrer beruflichen Kunden reicht von 18 bis 74 Jahre. Denn die Tirolerin blieb dem Sport treu, mittlerweile allerdings in anderer Funktion. Bei einem Lokalaugenschein konnte sich die TT ein Bild davon machen.
Rückblende: Angespannte Körper, verschwitzte Gesichter und ein verrücktes Outfit steigerten vor einigen Monaten, als sie dem Kufensport eben Ade gesagt hatte, ihre Neugierde für eine ungewöhnliche Krafttrainingsmethode. Die dauert gerade 15 Minuten – und forderte die Ex-Sportlerin zumindest ebenso wie im Eiskanal. Als die langjährige Weltcup-Starterin, immerhin dreifache WM-Medaillen-Gewinnerin, von der Mandu-Methode erfuhr, zögerte sie nicht lange: „Ich habe über Facebook mitbekommen, dass in Innsbruck ein neuer Trainer gesucht wird.“
Nach dem ersten Selbsttest sah es die Tirolerin als eine „optimale Ergänzung“ zu ihrer Tätigkeit als Diplom-Ernährungstrainerin. Statt den harten Einheiten in der Bahn bietet sie nun ein Hightech-Gesamtkörpertraining an, das durch elektronische Muskelstimulation (EMS) die Körperspannung verstärkt. Übertragen werden die Reize durch eine Weste und spezielle Gurte. Dem Rodeln ist sie, wenn ihr auch die Zeit fehlt, weiter verbunden: „Mein Herz schlägt weiter dafür.“