Leitbörsen in Fernost überwiegend tiefer, schwache Daten aus China
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch überwiegend tiefer geschlossen. Die schwache Stimmung in Chinas Wirtschaft hat die...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch überwiegend tiefer geschlossen. Die schwache Stimmung in Chinas Wirtschaft hat die Börsen erneut belastet. In Tokio wurden hingegen weiterhin feiertagsbedingt keine Aktien gehandelt. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 493,67 Zähler (minus 2,26 Prozent) auf 21.302,91 Einheiten. Der Shanghai Composite rasselte um 69,73 Punkte oder 2,19 Prozent auf 3.115,89 Punkte nach unten.
Der Markt in Indien konnte hingegen zulegen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 25.838,37 Zählern mit plus 186,53 Punkten oder 0,73 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor 98,3 Zähler oder 1,92 Prozent auf 5.032,50 Einheiten. Damit rutschte der Index auf ein neues 2-Jahrestief.
Der Einkaufsmanagerindex der verarbeitenden Industrie (PMI) in China, der die Laune in den Chefetagen von produzierenden Unternehmen misst, rutschte auf den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren ab. Die Börse in Shanghai versucht sich seit Ende August an einer Stabilisierung, nachdem sie sich zuvor seit seinem Siebenjahreshoch im März in der Spitze fast halbiert hatte.
Auch Aussagen von Chinas Präsidenten Xi Jinping, der sich gerade auf Staatsbesuch in den USA befindet, riefen bei den Anlegern wieder Sorgenfalten hervor. Sie wurden dahingehend interpretiert, dass die Regierung ihre stützenden Impulse für den Aktienmarkt wohl zurückschrauben werde.
Die Aktien der Investmentbank Citic Securities verloren in Shanghai und Hongkong über 4 Prozent. Spekulationen zufolge hätten Untersuchungen Hinweise auf Insidergeschäfte im Zuge der staatlichen Stützungskäufe während der Marktturbulenzen erbracht, hieß es am Markt.
In Sydney präsentierten sich Rohstoff- und Finanzwerte als schwächste Sektoren. Die Aktien von BHP Billiton rasselten um 4,4 Prozent nach unten und markierten damit ihr tiefstes Kursniveau seit November 2008. Bei der Commonwealth Bank of Australia gab es einen Abschlag von 3,0 Prozent zu sehen.
In Mumbai gab der Aktienmarkt bereits den dritten Tag in Folge nach. Auch der indische Rupie verzeichnete in Folge der Abzüge Verluste. Vor allem Papiere aus der Metallbranche standen nach den enttäuschenden Konjunkturmeldungen aus China unter Verkaufsdruck. Tata Steel schwächten sich im Verlauf um 2,4 Prozent ab. Die Titel des führenden indischen Kupferherstellers, Vedanta, ermäßigten sich um 1,50 Prozent. Seit Jahresbeginn brachen die Vedanta-Anteilsscheine laut Finanzinformationsdienst Bloomberg in Summe bereits um fast 60 Prozent ein.