Wirtschaftspolitik

Bund will Heta-Anleihen kaufen

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Die Republik Österreich will Investoren, die Heta-Anleihen im Wert von 11 Mrd. Euro halten, mit einem Abschlag abkaufen.

Wien –Langsam zeichnet sich die Struktur für den Ankauf der Heta-Anleihen durch die öffentliche Hand ab. Derzeit gibt es Gespräche der Kärntner Landesholding (KLH) mit dem Bund, wonach das Land Kärnten eine Sondergesellschaft gründet und mit Hilfe eines Milliarden-Vorschuss des Bundes Heta-Papiere aufkauft.

Investoren halten noch Anleihen der Abbaugesellschaft der Pleitebank Hypo Alpe Adria im Wert von 11 Mrd. Euro. Ihnen sollen die Papiere mit einem Abschlag abgekauft werden. Aber das bleibt Theorie, solange nicht zwei Drittel der Gläubiger (gemessen am Nominalwert der Papiere) einem Abschlag zustimmen. Bislang haben sich rund 75 bis 80 Prozent der Anleihenbesitzer gemeldet. Die Anleger sollen sich durch die Zustimmung lange und teure Prozesse ersparen.

Noch ist nicht bekannt, wie hoch die Quote ausfallen könnte, die den Gläubigern geboten wird. Ein Indiz hat die Europäische Zentralbank (EZB) geliefert: Sie hat den Banken Europas empfohlen, ihre Heta-Papiere mit Landeshaftung zumindest um die Hälfte abzuschreiben.

Die Heta selber dürfte durch den Verkauf ihrer Verbindlichkeiten 45 bis 50 Prozent der Anleihen mit Landeshaftung zurückzahlen können. Für den Rest haften KLH und Land Kärnten. Dem KLH stehen etwa 550 Mio. Euro iaus dem Zukunftsfonds zur Verfügung. Nach Steuern und einer Sonderdividende dürften eher 420 bis 450 Mio. Euro davon übrig bleiben. Unklar ist auch, wie viel das Land leisten kann, ohne seine Funktionen als Gebietskörperschaft zu gefährden. (APA)