VW-Dieselskandal - Dobrindt: Fordern keinen Winterkorn-Rücktritt

Berlin (APA/Reuters/dpa) - Die deutsche Regierung erhebt angesichts der Abgasaffäre keine Rücktrittsforderungen gegen Volkswagen-Chef Martin...

Berlin (APA/Reuters/dpa) - Die deutsche Regierung erhebt angesichts der Abgasaffäre keine Rücktrittsforderungen gegen Volkswagen-Chef Martin Winterkorn. Darüber habe die Regierung nicht zu entscheiden, sagte Verkehrsminister Alexander Dobrindt am Mittwoch in Berlin. Er forderte den Konzern dazu auf, seine Kunden über die Affäre um manipulierte Abgaswerte in vollem Umfang aufzuklären und so Vertrauen zurückzugewinnen.

Er habe bei Gesprächen mit VW Unterstützung für der Aufklärung festgestellt. Die deutsche Regierung wolle aktiv dafür sorgen, dass solche Manipulationen nicht mehr vorkommen.

BDI-Präsident Ulrich Grillo hat die Abgas-Manipulationen beim Volkswagen-Konzern kritisiert und die deutsche Industrie insgesamt in Schutz genommen. „Ich stelle mich vor die deutsche Industrie und vor die gute Arbeit, die täglich millionenfach geleistet wird“, sagte Grillo am Mittwoch in Berlin. „“Made in Germany“ steht für exzellente Produkte.“ Deutsche Ingenieurkunst und Facharbeit würden weltweit zurecht geachtet.

Der Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) ergänzte zugleich: „Wir kritisieren jegliche Manipulation scharf.“ Jedes Unternehmen müsse sich an die geltenden Regeln halten.

Er begrüße es, dass Volkswagen unabhängige Fachleute mit der Untersuchung der Vorwürfe betraut habe, sagte Grillo weiter. Jedes Fehlverhalten müsse lückenlos aufgeklärt werden: „Jetzt helfen nur Transparenz, Offenheit und Tempo.“

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