Europas Börsen zu Mittag klar im Plus
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf befestigt tendiert und damit die deutlichen Vortagesabs...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Verlauf befestigt tendiert und damit die deutlichen Vortagesabschläge etwas eingegrenzt. Enttäuschende Konjunkturnachrichten aus China wurden in den Hintergrund gerückt.
Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,96 Prozent auf 3.105,52 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 13.00 Uhr mit 9.635,80 Punkten und plus 0,68 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg um 1,41 Prozent und steht nun bei 6.019,40 Stellen.
Unterstützt wurde die Erholungsbewegung durch eine Stabilisierung der Autobranche, deren Index im Zuge des Manipulationsskandals bei Volkswagen auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014 eingebrochen war. Auch die Rohstoffwerte zeigten auf dem niedrigsten Niveau seit gut sechs Jahren eine Gegenreaktion.
Im Fokus stand auf Unternehmensseite unverändert der VW-Skandal um manipulierte Abgastests bei Diesel-Fahrzeugen in den USA. Die Vorzugsaktien des Wolfsburger Autobauers erholten sich um 2,50 Prozent. Der Kurssturz der vergangenen zwei Tage hat sie bereits über ein Drittel ihres Werts gekostet. Von Experten kam keine Entwarnung: Die Nachrichtenlage bleibe negativ, sagten Händler und verwiesen unter anderem auf drohende Klagen in den USA. Momentan steht vor allem die Frage im Raum, ob Martin Winterkorn an der Konzernspitze bleibt.
Papiere von Renault (minus 3,05 Prozent) und Peugeot (minus 3,21 Prozent) rutschten in Paris dagegen weiter ab, nachdem die Experten der US-Investmentbank Merrill Lynch sie von ihrer Erholungsliste gestrichen hatten.
Klare Zuwächse zeigten auch einige Versorgerwerte. E.ON erholten sich um 2,05 Prozent und Eni gewannen 2,02 Prozent. RWE steigerten sich um 3,67 Prozent.
Total gewannen 1,16 Prozent. Der französische Ölkonzern rechnet mit keinem schnellen Anstieg der Ölpreise und schnallt den Gürtel noch enger. Das Unternehmen senkte seine Produktionsziele und kündigte an, die Investitionen für neue Projekte weiter zu kürzen. Damit will der Konzern seine Dividendenversprechen ohne neue Schulden erfüllen. Voraussetzung ist dabei, dass die Ölpreise sich bei 60 Dollar pro Barrel einpendeln. Aktuell liegen sie aber schon unter 50 Dollar.
Glencore zieht Regierungskreisen zufolge in Sambia die Konsequenzen aus fallenden Rohstoffpreisen und hohen Produktionskosten. Es sei geplant, mehr als 3.800 Arbeiter zu entlassen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Aktie reagierte mit plus 2,26 Prozent.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA303 2015-09-23/13:20