Plattform für mehr Gesundheitskompetenz

Wien (APA) - Bund, Länder und Sozialversicherung wollen an einem Strang ziehen, um die Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung...

Wien (APA) - Bund, Länder und Sozialversicherung wollen an einem Strang ziehen, um die Gesundheitskompetenz der österreichischen Bevölkerung zu stärken. Am Mittwoch wurde in Wien von Vertretern dieser Partner sowie des Bildungs- und Sozialministeriums die neue Österreichische Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) im Rahmen einer Konferenz präsentiert.

Laut einer Studie von Medizin- und Gesundheitssoziologen aus dem Jahr 2012 weisen 56 Prozent der Österreicher nur eine schlechte Gesundheitskompetenz auf. Fast 25 Prozent tun sich schwer, den eigenen Arzt zu verstehen. Auf ihrer ersten Konferenz präsentierte die ÖPGK europäische Initiativen und Beispiele „guter Praxis“ aus Österreich. Vorgestellt wurden unter anderem die Projekte „Gesundheitskompetenz-Coaching in Einrichtungen der Sozialversicherung“, „Weiterentwicklung der Gesprächsqualität in der Patientenversorgung“, „Videodolmetschen im Gesundheitswesen“ oder „Beratungs- und Schulungsangebote für pflegende Angehörige“.

„Die Stärkung der Gesundheitskompetenz erleichtert es den Menschen, ihre Rolle als selbstbestimmte Partner im Gesundheitssystem wahrzunehmen. Zentral für die patientenorientierte Gestaltung des Gesundheitssystems ist sowohl die kommunikative Kompetenz der Gesundheitsdienstleisterinnen und -dienstleister, als auch die verständliche Aufbereitung von Informationen in Gesundheitseinrichtungen. Aber auch das System selbst muss „gesundheitskompetent“ werden“, erklärte Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) am Mittwoch in einer Aussendung.