Flüchtlinge - Avramopoulos kündigt europäischen Grenzschutz an

Brüssel (APA) - EU-Innenkommissar Dimitri Avramopoulos hat am Mittwoch einen verstärkten europäischen Grenzschutz angesichts der Flüchtlings...

Brüssel (APA) - EU-Innenkommissar Dimitri Avramopoulos hat am Mittwoch einen verstärkten europäischen Grenzschutz angesichts der Flüchtlingskrise angekündigt. Vorschläge werde es bis Jahresende geben. Die vom Sonderrat der EU-Innenminister tags zuvor getroffene Entscheidung der Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen bezeichnete er als historisch.

Avramopoulos sprach angesichts der zunächst beschlossenen Quote von 40.000 und nunmehr von 120.000 Flüchtlingen von der Umverteilung von insgesamt 160.000. Dies zeige, dass „Solidarität endlich in die Praxis umgesetzt“ werde.

Auch bei den Hotspots - „da war nicht immer klar, was das ist“ - gebe es nun Fortschritte. Avramopoulos sprach von Unterstützungsteams für die Flüchtlinge, die dorthin gehen, wo Flüchtlinge in großer Zahl ankommen. Diese Teams stehen schon Ende der Woche für Griechenland und Italien zur Verfügung.

Zu den Außengrenzen der EU sagte Avramopoulos, hier gebe es besonders hohe Herausforderungen. So sollen Schnelleinsatzteams bei den Kontrollen an den Außengrenzen helfen. Natürlich müssen dabei die Grundrechte für die Flüchtlinge eingehalten werden. „Aber die Verstärkung der Kontrollen an den Außengrenzen ist wichtig, damit das Schengen-System wieder funktionieren kann“. Schengen sei nicht das Problem, und bei richtiger Nutzung sei es die Antwort und Lösung. Beim Grenzschutz müsse auch die Rolle von Frontex gestärkt werden. Schließlich müsse es ein gleiches europäisches Asylrecht geben. Damit könne es nicht zu einem Asylshopping kommen.