Flüchtlinge - Rumänien bedauert Überstimmung bezüglich Quote

Bukarest (APA) - Der rumänische Staatspräsident Klaus Johannis (Iohannis) bedauert, dass die Entscheidung der EU-Innenminister zur Umverteil...

Bukarest (APA) - Der rumänische Staatspräsident Klaus Johannis (Iohannis) bedauert, dass die Entscheidung der EU-Innenminister zur Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen nach einer verpflichtenden Quote nicht aufgrund eines Konsens‘ erfolgte. Rumäniens Quote sei aber „tatsächlich nicht hoch“ und „leicht zu handhaben“, so Johannis.

Neben Tschechien, Ungarn und der Slowakei hatte Rumänien gegen die Einführung verpflichtender Quoten gestimmt, wurde aber von den restlichen EU-Mitgliedern überstimmt. „Diese mathematische Umverteilung missachtet eine Reihe sehr wichtiger Faktoren“, gab Johannis zu bedenken und erklärte, auch beim am Mittwochabend beginnenden Gipfel seine „Unzufriedenheit“ darüber auszudrücken. Rumänien widersetze sich nicht prinzipiell der Aufnahme von Migranten und wolle sich solidarisch zeigen, betonte der Staatschef. Zu Diskussion stünden aber „die Prinzipien, nach denen die EU-Kommission arbeitet“.

Rumänien soll - laut Johannis nicht „in den nächsten Wochen“, sondern eher in den nächsten ein bis zwei Jahren - 2.475 zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen. 585 werden aus Italien, 1.890 aus Griechenland umverteilt. Insgesamt wurden Rumänien bisher 4.837 Migranten zugewiesen. „Wir werden keine Situationen wie in unseren Nachbarländern erleben“, versicherte Johannis.