Landespolitik

Hohe Auflagen für Deponie

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Die Gemeinde Haiming sprach sich mehrheitlich für eine neue Aushubdeponie in Ötztal-Bahnhof aus. Bedenken gab es wegen des Standorts in der Nähe des Wohngebiets.

Von Agnes Dorn

Haiming – Von der Sinnhaftigkeit einer Aushubdeponie der Firma Fiegl ließ sich der Haiminger Gemeinderat bereits vor zwei Jahren überzeugen. Als sich die Umweltbehörde dann gegen den ursprünglichen Standort auf der Ötztaler Höhe aussprach, freute das niemanden.

Denn auch die Alternative in Nachbarschaft des Wohngebiets macht nicht alle glücklich. Trotzdem konnte sich Projektbetreiber Elmar Fiegl in der Sitzung vorgestern Abend über einen Zuspruch von zwölf Gemeinderäten freuen.

„Außer einem Bagger werden keine Aufbereitungsmaschinen auf der 15.000 Quadratmeter großen Gesamtfläche zum Einsatz kommen“, beschwichtigte Fiegl Bedenken der Mandatare. Auch solle die Deponie mit einem Fassungsvermögen von 213.000 Kubikmetern hauptsächlich von der Firma Fiegl selbst sowie von einheimischen Häuslbauern und Baufirmen genutzt werden: „Wir versuchen die Deponie für uns zu haben“, wiegelte er auch Befürchtungen hinsichtlich eines Ansturms von auswärtigen Aushubmaterial-Lkw ab.

Durch die große Nähe zu Wohnhäusern müssen hohe Auflagen in Bezug auf Lärm- und Staubschutz erfüllt werden. Nach einem Gutachten soll nun südlich des 20 Meter breiten Waldstreifens entlang der Bundesstraße ein fünf Meter hoher Schutzwall den Lärm für die Anrainer stark vermindern.

Laut Gutachten sollen dann die Emissionen nördlich der Bundesstraße gegen null gehen. Die Haiminger Häuslbauer würden von der Aushubdeponie profitieren: Einerseits werden sie wahrscheinlich in den Genuss einer 50-prozentigen Ermäßigung der Deponiekosten kommen, andererseits werden die hohen Kosten für die weiten Fahrten zu einer der anderen Deponien wie jene in Nassereith oder Telfs stark reduziert. Die geschätzten 1000 Lkw-Fahrten pro Jahr wurden dagegen von Gemeinderat Stefan Kuprian als zu hohe Belastung für die Anrainer gewertet. Elmar Fiegl betont dagegen, dass es zu keinem nennenswerten Mehraufkommen an Lkw-Verkehr kommen wird, da bereits jetzt das Aushubmaterial in die derzeitige Zwischendeponie gebracht, dort gelagert und wieder weggebracht werden muss: „Der Großteil der Fahrten bleibt gleich, nur fahren dann die Lkw ohne Fracht von der Deponie wieder weg.“ Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich für das Projekt aus. Die Deponie geht nun in die Einreichphase.