Wiener Terror-Prozess gegen mutmaßlichen Islamisten fortgesetzt
Wien (APA) - Im Wiener Straflandesgericht ist am Mittwoch der Prozess gegen einen mutmaßlichen Islamisten fortgesetzt worden, der laut Ankla...
Wien (APA) - Im Wiener Straflandesgericht ist am Mittwoch der Prozess gegen einen mutmaßlichen Islamisten fortgesetzt worden, der laut Anklage spätestens seit Sommer 2014 Mitglied des Islamischen Staats (IS) gewesen sein und die Terror-Miliz auch finanziell unterstützt haben soll. Nach einer Mittagspause war ein Ende der Befragung des Angeklagten Caner Y. nicht in Sicht.
Der 33-Jährige soll bis zu seiner Festnahme im vergangenen Februar für zumindest zehn kampfbereite IS-Sympathisanten tschetschenischer Abstammung professionell „Terror-Reisen“ Richtung Syrien organisiert haben. Er behauptet, er sei nicht davon ausgegangen, dass diese in den bewaffneten Jihad ziehen. Auf eindringliche Ermahnungen durch Richterin Minou Aigner, dass sich ein Geständnis im Falle einer Verurteilung mildernd auswirke, wurde die Verhandlung knapp vor 14.00 Uhr unterbrochen. „Ich bedanke mich bei Ihnen, Frau Rat, dass Sie mich gewarnt haben“, sagte Caner Y., ehe er sich zu einer Beratung mit Verteidiger Wolfgang Blaschitz zurückzog.
Wann mit der Verhandlung fortgesetzt wird, ist unklar. Fest steht, dass es heute, Mittwoch, kein Urteil mehr geben wird. Das stellte Aigner bereits klar.