Die Kathedral-Moschee in Moskau
Moskau (APA/dpa) - Die feierlich eröffnete Kathedral-Moschee in Moskau bietet Platz für bis zu 10.000 Besucher und ist damit eines der größt...
Moskau (APA/dpa) - Die feierlich eröffnete Kathedral-Moschee in Moskau bietet Platz für bis zu 10.000 Besucher und ist damit eines der größten Bethäuser für Muslime in Europa. Reichlich Marmor und Malachit wurden im Innern auf rund 19.000 Quadratmetern (die Fläche von fast drei Fußballfeldern) verbaut.
Bei der Farbgestaltung der sechs Stockwerke dominieren Gold und Türkis, die Malereien sind das Werk türkischer Künstler. Der Granit der Fassade stammt aus Kanada.
Etwa 170 Millionen US-Dollar (152,40 Mio. Euro) kostete das Gebäude, das voll klimatisiert und mit sechs Aufzügen versehen ist. Der Unternehmer Sulejman Kerimow steuerte demnach 90 Millionen Euro bei, etwa 22.000 Euro kamen vom palästinensischen Staatschef Mahmoud Abbas.
Die Türkei spendete Teppiche und Leuchter. Mittelpunkt der Moschee ist eine 46 Meter hohe vergoldete Kuppel, die mit Koran-Zitaten verziert ist. Daneben ragen 72 Meter hohe Minarette in den Himmel, die den Türmen der Kreml in Moskau und in Kasan nachempfunden sind.
Das Gebäude steht am Ort einer Moschee von 1904, die 2011 abgerissen worden war. Denkmalschützer sprachen damals von einem „Akt der Barbarei“. Sogar während der Sowjetzeit sei die Moschee geöffnet gewesen. Der Muftirat betonte aber, die Moschee sei baufällig gewesen und hätte wegen Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden dürfen.