Eishockey: Gerichtsurteil vier Jahre nach Jaroslawl-Flugzeugabsturz

Jaroslawl (APA/dpa) - Vier Jahre nach dem tödlichen Flugzeugabsturz der russischen Eishockey-Mannschaft Lokomotive Jarosawl ist ein Mann zu ...

Jaroslawl (APA/dpa) - Vier Jahre nach dem tödlichen Flugzeugabsturz der russischen Eishockey-Mannschaft Lokomotive Jarosawl ist ein Mann zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Verurteilte müsse die Strafe wegen einer Generalamnestie aber nicht antreten, teilte das Gericht in der russischen Stadt Jaroslawl am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge mit.

Beim Absturz der Jakowlew Jak-42 am 7. September 2011 waren insgesamt 44 Profis und Funktionäre von Lokomotive Jaroslawl ums Leben gekommen, darunter auch Nationalspieler aus Tschechien und der Slowakei. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Vizechef der örtlichen Fluggesellschaft Verstöße gegen die Aufsichtspflicht vorgeworfen. Den Ermittlungen zufolge soll das Flugzeug überladen gewesen sein. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Auch Angehörige der Opfer hatten an der Schuld des Mannes gezweifelt.

Das Gericht entschied nach dem Schuldspruch, dass der Verurteilte unter eine Generalamnestie fällt. Der Kreml hatte die Straffreiheit zum 70. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland verkündet.