APA Medien News: ORF-Korrespondent, Medien-Zukunftspreis
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ORF-Korrespondent: Die Nachrichtenübertragung via Handy und Social Media-Plattformen sowie die Bilderflut von in Österreich und Deutschland willkommen geheißenen Flüchtlingen werde eine weitere Wanderbewegung von Migranten auslösen. Diese Ansicht vertrat ORF-Osteuropa-Korrespondent Christian Wehrschütz am Mittwoch bei den Österreichischen Medientagen. „Zynisch gesprochen: Die Schlepper sollten eigentlich den Medien ein Honorar zahlen“, so Wehrschütz. Vieles sei dabei mediale Inszenierung. „Wie viele Steine sind bei Demos, gleich wo auf der Welt, erst geflogen, als die Kameras eingeschaltet worden sind - sonst hätte es ja keinen Sinn gehabt.“ Das gelte auch für die aktuelle Krise. Natürlich würden Kinder und Frauen ins Bild gerückt und Danke-Schilder in die Kamera gehalten, die nicht unbedingt von den Flüchtlingen beschrieben worden sind, und es gebe die Illusion, dass die viel zitierten Zahnärzte aus Syrien samt ihren Familien die Asylsucher seien. „Das sind überwiegend junge Männer zwischen 25 und 35 Jahren, die ein paar Brocken Englisch sprechen.“ Der ORF-Korrespondent sprach sich zugleich für längere Nachrichtenformate aus: „Sie können mit 20-Sekunden-Wortspenden in einem 80-sekündigen Beitrag der Komplexität der Vorgänge nicht gerecht werden. So leisten Medien der banalen Interpretation der Ereignisse Vorschub.“
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Medien-Zukunftspreis: 31 Einreichungen, drei Kategorien, vier Sieger: Tonio, Runtastic und Omnis sowie die OMV sind die diesjährigen Preisträger des vom Manstein-Verlag bei den Österreichischen Medientagen vergebenen Medien-Zukunftspreises. In der Kategorie „Zukunftsweisende Medien-Unternehmen und ihr Medium“ gewann die vom Privatradio Lounge FM entwickelte App Tonio. Diese bietet Radio- und Fernsehsendern die Möglichkeit, Informationen live auf das Smartphone zu senden - über Audiosignale, die für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar sind. „Der Medien-Zukunftspreis ist inmitten der Branchen-Nabelschau der Medientage und dem hier oft nostalgisch verklärten Blick in den Rückspiegel der guten alten Zeit, ein extrem positiver und konstruktiver Impuls für den wichtigen Blick nach vorn in die Medienwelt von morgen“, freute sich Lounge FM-Gründer Florian Novak. In der Kategorie „Zukunftsweisende Denker, Gründer & Lenker“ wurden dieses Jahr gleich zwei Sieger gekürt: Der Preis geht ex aequo an Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner sowie an die Brettspiel-Erfinderinnen Debbie Fry, Verena Edelbacher und Magdalena Bock, die mit Omnis ein Spiel für Sehende und Blinde entwickelt haben. In der Kategorie „Zukunftsweisende Partnerschaften zwischen Wirtschaft/Agenturen/Medien“ gewann die OMV-Kampagne „Österreich sucht die Technikqueens“.