Flüchtlinge - Merkel will mehr Geld für Welthungerhilfe
Brüssel (APA) - Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel will in der Flüchtlingskrise die „Dinge vernünftig ordnen“. Vor Beginn des EU-Sondergip...
Brüssel (APA) - Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel will in der Flüchtlingskrise die „Dinge vernünftig ordnen“. Vor Beginn des EU-Sondergipfels in Brüssel am Mittwoch sagte Merkel, es gehe um die richtigen Signale. Dazu gehöre auch die Bekämpfung der Fluchtursachen.
„Hier haben wir alle, ich schließe mich mit ein, nicht gesehen, dass die internationalen Programme nicht ausreichend finanziert sind, um Menschen, die in Flüchtlingslagern hungern, und deren Lebensmittelrationen gekürzt wurden“, zu helfen, erklärte Merkel. Daher müsse der Gipfel heute das Signal senden, diese Lücke in der Finanzierung des Welternährungsprogrammes zu füllen.
Die EU-Kommission habe einen ersten Schritt gemacht und Deutschland werde seinen Anteil beitragen, kündigte die deutsche Kanzlerin an. Außerdem werde es beim Gipfel um eine Kooperation mit der Türkei gehen, die aktuell rund zwei Millionen Flüchtlingen Schutz gewährt. Zudem müsse der Schutz der Außengrenze verbessert werden, betonte Merkel.
„Wenn wir dann noch sehr ruhig über Hotspots, Registrierungszentren, sprechen, wird es uns auch gelingen, eine gemeinsame Antwort zu finden“, gab sich die deutsche Kanzlerin zuversichtlich zu einer europäischen Lösung der Flüchtlingskrise. Es dürfe jedenfalls „angesichts der großen Herausforderung nicht passieren, dass Europa sagt, wir werden damit nicht fertig. Wir werden das schaffen, Europa hat dazu die Kraft“, eine vernünftige Lösung zu finden, so Merkel.