Flüchtlinge - Notverpflegung an der Grenze in Salzburg eingerichtet
Salzburg/Freilassing (APA) - Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) hat sich heute, Mittwoch, bei einem Lokalaugenschein am Grenz...
Salzburg/Freilassing (APA) - Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) hat sich heute, Mittwoch, bei einem Lokalaugenschein am Grenzübergang Freilassing selbst ein Bild über die rund 800 Flüchtlinge gemacht, die dort stundenlang auf einen Grenzübertritt nach Deutschland warteten. Um ihre Situation bei dem schlechten Wetter zu entschärfen, ordnete Haslauer eine Verpflegung direkt an der Grenze an.
Bisher wurde bei der rund zwei Kilometer entfernten, ehemaligen Autobahnmeisterei der Asfinag eine komplette Versorgung der Flüchtlinge angeboten. Doch die Einsatzkräfte mussten zur Kenntnis nehmen, dass die Notreisenden dort nicht bleiben wollen, sondern lieber direkt zur Grenze gehen und sich dort in der Warteschlange einreihen.
In dem alten Zollamtsgebäude an der Grenze auf Salzburger Seite, das über 150 Betten verfügt, wurde vorerst kein Essen angeboten. Freiwillige haben dort an die Flüchtlinge Lebensmittel gespendet. Das sei aber ein unbefriedigender Zustand, denn die Freiwilligen hätten nicht unbegrenzt Zeit. Die Versorgung müsse besser organisiert werden, erklärte der Landeshauptmann am Abend im APA-Gespräch. Nun werde das Bundesheer die Verpflegung mit Essen und Getränken übernehmen und das Rote Kreuz die Unterbringung der Flüchtlinge an der Grenzstation koordinieren.
„Wenn die Flüchtlinge 24 oder 36 Stunden vor der Grenze warten, ist das ein Problem. Da ist es notwendig, dass sie verpflegt werden“, sagte Haslauer. Die Polizei habe auch Nummern ausgegeben, so könnten sich vor allem Frauen und Kinder vorübergehend im ehemaligen Zollamtsgebäude Saalbrücke im Trockenen aufhalten. Dort würden auch gespendete Kleider und Schuhwerk bereit liegen.
Von den deutscher Behörden wurden laut Informationen der Stadt Salzburg zur Mittagszeit etwa 20 Personen pro Stunde abgefertigt. Aufgrund des schlechten Wetters wurden weitere Regenüberwürfe organisiert.