Kolumbiens Friedensgespräche: Staatschef soll FARC-Anführer treffen

Bogota/Havanna (APA/dpa) - Die Friedensverhandlungen der kolumbianischen Regierung mit den linken FARC-Rebellen stehen womöglich vor einem D...

Bogota/Havanna (APA/dpa) - Die Friedensverhandlungen der kolumbianischen Regierung mit den linken FARC-Rebellen stehen womöglich vor einem Durchbruch. Staatschef Juan Manuel Santos kündigte am Mittwoch im Kurznachrichtendienst Twitter an, dass er zu Gesprächen in Kubas Hauptstadt reist.

Laut Regierungsangaben soll Santos in Havanna im Laufe des Tages mit dem Anführer der FARC, Rodrigo Londono, zusammenkommen. Beide Seiten verhandeln seit Ende 2012 auf Kuba über die Beilegung des jahrzehntelangen Konflikts in Kolumbien.

Nach Angaben der Guerillagruppe soll in Havanna eine Einigung über Justizfragen verkündet werden. Die Rebellen fordern eine Amnestie für ihre Kämpfer. Beobachter halten eine Kompromisslösung mit milderen Strafen für FARC-Anführer für denkbar.

Sei dem Verhandlungsbeginn haben sich beide Parteien auf drei Punkte des angestrebten Friedensvertrags geeinigt. Verhandelt wird noch über ein endgültiges Ende der Kämpfe. Bisher gab es in dem Andenstaat nur kurze Waffenruhen. Während der Gespräche kam es deswegen immer wieder zu blutigen Gefechten.