Flüchtlinge - Mitterlehner gegen ungarischen Schießbefehl

Brüssel/Wien (APA) - Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat sich nach einem Treffen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orba...

Brüssel/Wien (APA) - Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat sich nach einem Treffen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban von Maßnahmen Ungarns distanziert, aber die Notwendigkeit der Grenzsicherung unterstrichen. „Wir unterstützen nicht alle Maßnahmen Ungarns, zum Beispiel sind wir gegen den Schießbefehl. Aber die Grenzen müssen gesichert werden“, sagte Mitterlehner am Mittwoch dem ORF in Brüssel.

„Wir müssen die EU-Außengrenzen schützen und eine europäische Linie finden, wie wir das Asylthema lösen“, betonte der Vizekanzler.

Die ungarische Armee verfügt seit Dienstag an der von der Flüchtlingskrise betroffenen Südgrenze Ungarns über Polizeibefugnisse. Die Soldaten können Zwangsmaßnahmen anwenden und dabei Handschellen, Tränengas, Gummigeschoße und Fangnetze einsetzen.