Erster Streit in neuer griechischer Regierung

Athen (APA/Reuters) - In der neuen griechischen Regierung gibt es den ersten Streit. Auslöser sind angebliche Twitter-Äußerungen des stellve...

Athen (APA/Reuters) - In der neuen griechischen Regierung gibt es den ersten Streit. Auslöser sind angebliche Twitter-Äußerungen des stellvertretenden Verkehrsministers Dimitris Kammenos, die als rassistisch und antisemitisch gewertet wurden. Der Vorfall nur wenige Stunden nach der Vereidigung löste am Mittwoch Rücktrittsforderungen aus.

Kammenos distanzierte sich in einer Erklärung von den Äußerungen und verwies darauf, dass für seine Beiträge in Internetforen ein Team von Assistenten verantwortlich sei. Zudem seien in seine Online-Accounts bereits mehrfach Hacker eingedrungen.

Kammenos gehört der nationalistischen Partei Unabhängige Griechen an, die mit der linksgerichteten Syriza-Partei von Ministerpräsident Alexis Tsipras eine Koalition bildet. Aus dem Umfeld von Tsipras hieß es, sollten sich die Twitter-Äußerungen als authentisch erweisen, halte der Ministerpräsident eine Entlassung von Kammenos für erforderlich. Ein Nachfolger sei bereits gefunden. Der Vorsitzende der Unabhängigen Griechen, Panos Kammenos, der mit Dimitris Kammenos nicht verwandt ist, sprach via Twitter von „antisemitischen und rassistischen“ Formulierungen. Der Fall müsse nun aufgeklärt werden.