Europas Leitbörsen zur Eröffnung kaum verändert erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften am Donnerstag ohne große Veränderung in den Handel starten. Der Future...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen dürften am Donnerstag ohne große Veränderung in den Handel starten. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 deutete für den Leitindex der Eurozone etwa 40 Minuten vor Börsenstart mit minus 0,23 Prozent bei 3.063,00 Punkten eine kaum veränderte Eröffnung an. Auch der DAX dürfte vor der Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimas keine großen Ausschläge liefern.

Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex stand bei 9.585,50 Punkten und damit 0,23 Prozent unter dem Dax-Vortagesschluss. Zur Wochenmitte hatte sich das Börsenbarometer ein wenig vom Kursrutsch am Dienstag erholt. In Frankreich wies der Future für den CAC-40 mit minus 0,16 Prozent auf einen ähnlichen Handelsauftakt.

Die Vorgaben aus Übersee lieferten am Donnerstag keine klaren Impulse: An der Wall Street trat der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Vortag nahezu auf der Stelle. Die Börsen Asiens fanden keine gemeinsame Richtung.

Am Vormittag richten sich die Blicke auf das Ifo-Geschäftsklima. Experten rechnen mit einem leichten Rückgang des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers. Angesichts der jüngsten Nachrichten von VW und der Bedeutung des Konzerns für die deutsche Wirtschaft könnten die Ergebnisse allerdings etwas überholt sein, schrieb Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets. Am Nachmittag stehen dann noch in den USA Daten zum Auftragseingang langlebiger Güter sowie zum Immobilienmarkt auf der Agenda.

Unter den Einzelwerten steht Volkswagen (VW) angesichts der Folgen des Abgas-Skandals weiter im Blick der Anleger. Die VW-Vorzugsaktien dürften zunächst an ihre gestrige Stabilisierung nach dem Kurssturz vom Montag und Dienstag anknüpfen: Der Broker Lang & Schwarz (L&S) taxierte die Titel vorbörslich knapp 4 Prozent im Plus. Experten sehen beim Autobauer allerdings auch nach dem Rücktritt von Vorstandschef Martin Winterkorn noch keinen Grund für Entwarnung. Dieser Schritt habe zwar für etwas Erleichterung gesorgt, so Hewson. Doch es sei schwer vorstellbar, dass nicht hochrangige Manager von den Abgastest-Manipulationen gewusst hätten. Bevor es hier mehr Klarheit gebe, sei das Vertrauen der Anleger nur schwer zurückzugewinnen.

Die Aktien von BASF könnten laut Händlern von Aussagen der Erdöl-Tochter Wintershall bewegt werden. Sie verwiesen auf ein Interview von Wintershall-Chef Mario Mehren in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), dem zufolge der Jahresgewinn seines Unternehmens „deutlich unter den Vorjahreswert von 1,46 Milliarden Euro rutschen“ werde. „Aber wir werden weiter profitabel sein und wieder einen guten Beitrag zum Ergebnis der BASF-Gruppe liefern“, zitierte das Blatt Mehren weiter. Der rückläufige Jahresgewinn sei eine Bestätigung früherer Aussagen, sagte ein Börsianer. Die Aussage, dass Wintershall profitabel bleibe, klinge indes vorsichtiger als bisher. Vorbörslich standen die BASF-Titel knapp im Plus.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA079 2015-09-24/08:39