Xi sagt in USA günstigeres Investitionsumfeld in China zu
Seattle/Peking (APA/AFP) - Bei seinem Besuch in den Vereinigten Staaten hat Chinas Staatschef Xi Jinping in einer Rede vor US-Unternehmern g...
Seattle/Peking (APA/AFP) - Bei seinem Besuch in den Vereinigten Staaten hat Chinas Staatschef Xi Jinping in einer Rede vor US-Unternehmern günstigere Investitionsbedingungen für ausländische Konzerne zugesagt. „China wird sich der Außenwelt noch mehr öffnen: Ohne Reformen wird es keine Antriebskraft geben, ohne Öffnung wird es keinen Fortschritt geben“, sagte Xi am Mittwoch (Ortszeit) vor Unternehmern aus den USA und China.
„Wir werden weiter an einem rechtsstaatlichen Wirtschaftsumfeld, einem offenen Umfeld arbeiten“, fügte der Staatschef hinzu.
Außerdem bemühte sich Xi, Sorgen angesichts des verlangsamten chinesischen Wirtschaftswachstums zu zerstreuen. „Die Grundsäulen der chinesischen Wirtschaft sind langfristig gut“, sagte Xi vor den Chefs von US-Firmen wie Apple, Microsoft, Amazon und Disney und chinesischen Firmen wie Baidu, Haier und Cosco. Die Ehrenplätze neben Xi bekamen der Gründer des chinesischen Onlinehandelsunternehmens Alibaba, Jack Ma, und der Chef des Flugzeugherstellers Boeing, Dennis Muilenburg. Boeing verkündete am Mittwoch eine Rekordbestellung von China über 300 Flugzeuge mit einem Katalogpreis von insgesamt 38 Mrd. Dollar (34 Mrd. Euro).
Xi war am Dienstag in den USA eingetroffen. Am Freitag wollte er US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus in Washington treffen.
Chinas Wirtschaft wächst derzeit so langsam wie seit 1990 nicht mehr. In den ersten zwei Quartalen legte sie um 7,0 Prozent zu. Seit Mitte Juni fielen die chinesischen Börsen trotz einer Reihe von staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft. Die überraschende Abwertung des Yuan Mitte August verstärkte die Sorge, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt schwächer ist als gedacht.