Wattens schwelgte nach 1:0-Sieg im Schlager im Glück
Trotz Cup-Müdigkeit siegte die WSG Wattens im Schlagerspiel der Regionalliga West gegen Anif mit 1:0 – es war der 20. Sieg der Tiroler in Folge.
Von Peter Hechenberger
Wattens — Eigentlich hat die WSG Wattens am Samstag alles richtig gemacht. Im Spitzenduell der Regionalliga West besiegten die Tiroler vor 1100 Zuschauern den Aufsteiger und schärfsten Verfolger Anif mit 1:0 und bauten den Vorsprung in der Tabelle auf sechs Punkte aus.
Die Wattener begannen überfallsartig und nach drei Minuten landete der Ball im Tor. Doch der Schiedsrichter entschied völlig zu Recht auf Abseits. Die Hausherren ließen sich davon nicht aus der Fassung bringen, dominierten die erste Hälfte klar. Die beste Chance hatte Simon Zangerl nach 15 Minuten, als er von der 16er-Grenze das Leder über das Tor schoss.
Nach Wiederbeginn hatte Marcel Schreter die große Chance auf die Führung, doch er scheiterte — ebenso wie im schnell gestarteten Gegenzug der Salzburger Sebastian Wachter an Ferdinand Oswald (51.). Der Wattener Schlussmann sollte schließlich zum Sieggarant werden. Durch Wachter (57.) und Eyüp Erdogan (63.) hatten die Anifer Topchancen. Doch die Hausherren kamen retour. Einen Schuss von Nunez, der für Schreter gekommen war, blockte der Salzburger Marco Oberst noch per Kopf (74.). Drei Minuten vor Ende stand Wattens-Goalgetter Zangerl wieder goldrichtig. Er erzielte das Goldtor zum Sieg — sein 17. Saisontreffer.
„Letztlich ein verdienter Sieg“, jubelte Wattens-Trainer Silberberger. „Und eigentlich haben wir mit dem 20. Sieg in einem Pflichtspiel nichts falsch gemacht.“ Warum seine Mannschaft sich nach der Pause zum Sieg zittern musste, ist für Silberberger klar: „Unser größter Gegner heute war die Müdigkeit.“ Denn während Anif eine „normale“ Woche hinter sich hatte, mussten die Wattener am Dienstag beim Cup-Sieg über Kapfenberg über 120 Minuten gehen.
Auch die Wacker Amateure (3:0 in Bregenz) und Schwaz (1:0 gegen die Altach Amateure) feierten ebenfalls wichtige Siege. Kitzbühel steckt nach dem 1:4 in St. Johann weiter im Tabellenkeller fest. Das Tiroler Derby zwischen der Reichenau und Kufstein (10.30 Uhr) folgt am Sonntag.