Pentagon dementierte Berichte über abtrünnige syrische Kämpfer

Washington (APA/dpa) - Das US-Verteidigungsministerium hat Berichte zurückgewiesen, wonach Mitglieder einer von den USA ausgebildeten Einhei...

Washington (APA/dpa) - Das US-Verteidigungsministerium hat Berichte zurückgewiesen, wonach Mitglieder einer von den USA ausgebildeten Einheit zum Kampf gegen die Terrormiliz IS die Seiten gewechselt haben sollen. Die britischen Zeitung „Daily Telegraph“ sowie andere Medien hatten zuvor berichtet, dass Kämpfer der als moderat eingestuften „Division 30“ in Syrien Waffen an die Al-Nusra-Front übergeben haben.

Auch in sozialen Netzwerken kursierten entsprechende Angaben. Die Al-Nusra-Front gilt als syrischer Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte, diese Berichte seien falsch: „Wir haben überhaupt keine Hinweise, dass dies der Wahrheit entspricht“, sagte Jeff Davis laut einer Mitteilung des Pentagons vom Mittwoch. Alle Waffen seien weiterhin in der Hand der sogenannten „New Syrian Forces“. Das US-Zentralkommando gehe von Versuchen der Al-Nusra-Front aus, das US-Projekt durch falsche Hinweise in den sozialen Netzwerken zu diskreditieren, hieß es weiter.

Die USA hatten angekündigt, im Rahmen des Projekts „New Syrian Forces“ jedes Jahr 5.000 Mann für den Bodenkampf gegen die IS ausbilden zu wollen. Bisher haben jedoch erst 50 bis 60 Mann ihr Training abgeschlossen.