Erste Liga

Seriensieger Wacker weiß um die Gefahr

Die Herzen der Fans haben die Wacker-Kicker längst zurückerobert. Heute soll die nächste Party am Tivoli steigen.
© gepa

Die Papierform weist Tabellenführer und Torfabrik FC Wacker Innsbruck heute gegen Schlusslicht FAC als haushohen Favoriten aus. Wenn da nicht ein Trainerwechsel und die ein oder andere Personalsorge wären …

Von Alex Gruber

Innsbruck –Nach drei Auswärtsspielen in Serie in der Sky Go Erste Liga in Wiener Neustadt (2:1) und in Kapfenberg (4:1) sowie der ÖFB-Cup-Partie in Krems (5:3 n. V.) kehrt der FC Wacker heute endlich wieder in die eigenen vier Stadionwände zurück. Dorthin, wo am 11. September ein 4:1-Sieg gegen Aufsteiger Austria Klagenfurt frenetisch gefeiert wurde. Dorthin, wo rund um die Schwarzgrünen wieder Euphorie herrscht. Kein Wunder bei sieben Ligasiegen in Serie, acht Pflichtspielerfolgen am Stück (inklusive ÖFB-Cup) und 28 Offensivtreffern (siehe Box) in der Liga.

„Ich sage nie, wie viele Spiele wir gewonnen haben. Jeder Spieler macht sich seine Gedanken, was ihm das wert ist. Und es wäre natürlich schön, wenn wir mit dieser Serie nach Linz fahren“, blickt Wacker-Coach Klaus Schmidt nur einen kurzen Moment auf das Gipfeltreffen mit dem LASK (2.10./20.30 Uhr) voraus.

Man(n) ahnt, was als Warnung des schwarzgrünen Trainers jetzt kommt: „Wir spielen gegen einen angeschlagenen Gegner. Und jeder weiß, dass taumelnde Boxer gefährlich sind.“ Zumal der FAC nach elf Niederlagen in Serie (zuletzt im Cup beim steirischen Landesligisten Lankowitz) und nach dem Rücktritt von Peter Pacult heute mit Thomas Flögel als neuem Interimscoach kommt. Einem Ex-Internationalen, der, so Schmidt, diese Chance auf der Trainerbank sicher nützen will. „Wir sind gewarnt, werden uns auf alles einstellen und wissen, dass alles passieren kann.“ Ein schnelles Tor würde helfen, Geduld sei womöglich mit Fortdauer der Partie auch wieder gefragt.

In Sachen Aufstellung plagen auch den Tabellenführer Schmerzen. Neben Danijel Micic, Jürgen Säumel und Kevin Nitzlnader droht mit Innenverteidiger Christian Deutschmann ein weiterer angeschlagener Akteur auszufallen, in der Defensivzentrale treten Lücken auf. Offensivkraft Alexander Riemann ist nach seiner gelb-roten Karte in Krems und der darauffolgenden Anzeige von Schiedsrichter Manuel Schüttengruber zudem gesperrt. „Er hat nichts Wildes gesagt. Wenn sie etwas Gefühl haben, wird sich die Sperre in Grenzen halten“, harrte Schmidt gestern der Dinge, ehe das Strafmaß verkündet wurde – der 23-jährige Kreativspieler muss für ein Spiel passen.

Die im Cup (etwas) geschonten Thomas Pichlmann, Andreas Hölzl und Florian Jamnig marschieren heute mit frischen Kräften ins Spiel. „Man merkt die positive Energie und die wollen wir natürlich so lange wie möglich halten“, marschiert Jamnig mit breiter Brust auf den Rasen. Im Wissen, „dass sie nach dem Trainerwechsel sicher topmotiviert sind“.

Der Seriensieger aus Innsbruck weiß um die Gefahr. „Es kann auch eine Krampfpartie werden“, streut Schmidt noch ein. Der entscheidende Ruck könnte dann auch wieder von den Rängen kommen.

Für Sie im Bezirk Innsbruck unterwegs:

Renate Perktold

Renate Perktold

+4350403 3302

Verena Langegger

Verena Langegger

+4350403 2162

Michael Domanig

Michael Domanig

+4350403 2561