Leitbörsen in Fernost schließen ohne klare Tendenz
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag keine einheitliche Tendenz gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel nach ein...
Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag keine einheitliche Tendenz gefunden. Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel nach einer dreitägigen feiertagsbedingten Handelspause um 498,38 Zähler oder 2,76 Prozent auf 17.571,83 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 206,93 Zähler (minus 0,97 Prozent) auf 21.095,98 Einheiten.
Der Shanghai Composite hingegen stieg 26,80 Punkte oder 0,86 Prozent auf 3.142,69 Punkte. Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich fester. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt gegen 11.00 Uhr bei 25.877,15 Zählern mit plus 54,16 Punkten oder 0,21 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gewann 69,8 Zähler oder 1,39 Prozent auf 5.102,30 Einheiten.
Verluste an der Wall Street und anhaltende Sorgen um die schwächelnde chinesische Wirtschaft haben die Aktienkurse in Japan und Hongkong gedrückt. Allerdings konnten die meisten China-Börsen nach der Enttäuschung über die schwache Wirtschaftsstimmung vom Vortag nun etwas durchatmen. Die chinesischen Festlandbörsen erholten sich und versuchen damit einen Stabilisierungsversuch, nachdem die chinesischen Märkte seit einem Siebenjahreshoch im März bis Ende August einen drastischen Kursrutsch erlitten hatten.
In Japan versucht Ministerpräsident Shinzo Abe einem Medienbericht zufolge mit ehrgeizigen Reformversprechen einen Wachstumsschub ankurbeln. Abe wolle seine Wirtschaftspläne auf einer Pressekonferenz am Donnerstag vorstellen, berichtete der Fernsehsender NHK. Die Regierung strebe vor allem Schritte zur Steigerung der Einkommen an. Abes Ziel sei es, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 4,47 Billionen Euro (600 Billionen Yen) hochzutreiben. Das sind 22 Prozent mehr als im vergangenen Haushaltsjahr.
Branchenseitig profitierten vor allem Technologiewerte in China von einem Staatsbesuch des Präsidenten Xi Jinping in den USA der Branche. Börsianer hoffen nun auf ähnliche Impulse wie für den chinesischen Flugzeugbauer Comac. Der US-Flugzeugbauer Boeing baut zusammen mit seinem Partner vor Ort ein Werk auf. Der Aktien der chinesischen Fluggesellschaft Hainan Airlines legten über 1 Prozent zu.
In Japan hat der Abgas-Skandal von Volkswagen den Automarkt in den Fokus der Anleger gerückt. Die Situation wird als Risikofaktor für die japanischen Automobilhersteller bewertet und man befürchtet strengere Kontrollen, hieß es am Markt. Hohe Verluste von 6,80 Prozent mussten die Titel von Mazda Motor einfahren. Auf der Strecke blieben auch die Aktien von Honda Motor mit minus 2,95 Prozent sowie die Papiere von Nissan Motor mit minus 2,50 Prozent.
Außerdem notierten Sharp 5,49 Prozent tiefer, nachdem der Display-Zulieferer für Apple eine Gewinnwarnung für sein erstes Halbjahr bekanntgab. Es könnte sogar ein Betriebsverlust für die ersten sechs Monate veröffentlicht werden. Detaillierte Geschäftsdaten werden am 30. September erwartet.