Flüchtlinge - „Rückstau“ in Salzburg wieder größer
Salzburg/Freilassing (APA) - In Salzburg wird der „Rückstau“ an gestrandeten Flüchtlingen größer. Am Mittwoch sind rund 2.100 Menschen in de...
Salzburg/Freilassing (APA) - In Salzburg wird der „Rückstau“ an gestrandeten Flüchtlingen größer. Am Mittwoch sind rund 2.100 Menschen in der Mozartstadt angekommen, etwa 1.500 schafften an diesem Tag auch die gewünschte Einreise im benachbarten Bayern. Vor allem am Hauptbahnhof spitzt sich die Lage zu, die Nacht haben rund 1.300 Personen hier verbracht, sagte Christian Blaschke vom Büro des Landeshauptmannes zur APA.
„Das ist zu viel, das hält das System nicht aus“, betonte der Sprecher. Entspannung gab es am Donnerstag vorerst nicht wirklich. Gegen Mittag hielten sich immer noch 1.200 Flüchtlinge am Bahnhof und in der dazugehörigen Tiefgarage auf, obwohl die deutschen Behörden am Vormittag wieder einen Sonderzug mit etwa 450 Passagieren übernommen haben. Am Grenzübergang warteten gegen Mittag rund 450 Weiterreisende, 200 davon bei leichtem Regen und acht Grad Außentemperatur im Freien direkt auf der Brücke, der Rest hatte das zum Notquartier umfunktionierte ehemalige Zollgebäude aufgesucht, wo es warmes Essen, Getränke und hygienische Versorgung gab.
Das Notquartier im ehemaligen Asfinag-Gebäude bei Salzburg-Mitte wurde weiterhin bestenfalls als kurze Verpflegstation angenommen. Am Donnerstagvormittag wurden dort gerade einmal 80 Flüchtlinge gezählt. Ein Ausblick auf den restlichen Tag sei schwierig, sagte Blaschke. Möglicherweise könne am Abend noch ein Sonderzug nach Deutschland fahren, „aber wir haben noch keine genauen Informationen“.