NATO: Russland soll in Syrien mit Anti-IS-Koalition kooperieren
Brüssel (APA/AFP) - NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist wegen der verstärkten Militärpräsenz Russlands in Syrien beunruhigt. Stoltenbe...
Brüssel (APA/AFP) - NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist wegen der verstärkten Militärpräsenz Russlands in Syrien beunruhigt. Stoltenberg forderte Russland in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel auf, „eine konstruktive Rolle“ in Syrien zu spielen und mit der US-geführten Koalition im Kampf gegen die Jihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) zusammen zu arbeiten.
Stoltenberg sprach von einer „substanziellen militärischen Verstärkung“ der russischen Präsenz in Syrien. Der NATO-Generalsekretär plädierte dafür, dass sich Russland mit den USA zu Gesprächen zusammensetzen. Moskau solle „klar sagen, welche Absichten“ es in Syrien verfolge.
Nach US-Angaben hat Moskau nach Panzern, Artillerie und Soldaten inzwischen auch Kampf- und Aufklärungsflugzeuge nach Syrien geschickt. Die USA warnen, dass ein direktes Eingreifen russischer Streitkräfte an der Seite des syrischen Machthabers Bashar al-Assad weitere Extremisten anziehen, die Macht Assads festigen und eine Lösung des Konflikts erschweren könnte. Russland versichert dagegen, das Engagement sei notwendig für den Kampf gegen die IS-Miliz, weil die US-geführten Luftangriffe gegen die Islamisten ineffizient seien.
~ WEB http://www.nato.int/ ~ APA362 2015-09-24/13:26