Tourismus - ÖHV: Airbnb und Co. machen Hoteliers zu schaffen
Wien (APA) - Der heimische Tourismus jubelt zwar über Nächtigungsrekorde, die Umsätze können da aber nicht mithalten. „Wir haben leider auch...
Wien (APA) - Der heimische Tourismus jubelt zwar über Nächtigungsrekorde, die Umsätze können da aber nicht mithalten. „Wir haben leider auch ein weinendes Auge. Die Umsätze wachsen nicht in diesem Ausmaß. Die Wertschöpfung bei jedem Gast ist viel geringer geworden“, sagte ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer am Donnerstag im Ö1-Mittagsjournal. Zu schaffen macht den Hoteliers die Privatzimmervermittlung.
Allein in Wien würden ein Sechstel der angebotenen Betten mittlerweile über Plattformen wie Airbnb angeboten. „Das ist ein starker Mitbewerb“, räumte Reitterer ein. Buchungsplattformen sind zwar Wachstumstreiber im Tourismus, kommen die Hoteliers aber teuer, da sie hohe Provisionen kassieren.
Der Tourismus hat im Sommer vor allem von einheimischen Gästen profitiert. Um die Internationalisierung voranzutreiben und mehr ausländische Gäste nach Österreich zu bekommen, bekommt die Österreich Werbung (ÖW) ein Zusatzbudget von 4 Mio. Euro, kündigte Vizekanzler und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in einer Aussendung an. „Neue Märkte und neue Zielgruppen sollen angesprochen und für Österreich begeistert werden“, so der Minister. „Wir wissen, dass das Wachstum nur in den internationalen Märkten stattfinden wird“, meinte Reitterer.