BER-Chef erwartet Entdeckung weiterer Pannen am Berliner Flughafen

Berlin (APA/AFP) - Nach dem Baustopp wegen Statikproblemen rechnet der Chef des Berliner Flughafenprojekts BER mit weiteren Problemen. „Ich ...

Berlin (APA/AFP) - Nach dem Baustopp wegen Statikproblemen rechnet der Chef des Berliner Flughafenprojekts BER mit weiteren Problemen. „Ich bin sicher, dass wir auch künftig auf Vorgänge aus der Vergangenheit stoßen, die auf den ersten Blick unfassbar erscheinen“, erklärte Karsten Mühlenfeld am Mittwochabend.

Es gelte, die „Fehler der Vergangenheit ans Tageslicht“ zu holen, um die für das zweite Halbjahr 2017 vorgesehene Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg zu ermöglichen.

Aufgearbeitet werden müssen laut Mühlenfeld planerische und bauliche Fehler sowie „persönliche Verfehlungen einzelner Mitarbeiter“. Ein langjähriger Mitarbeiter sei am Montag entlassen worden, nachdem die Staatsanwaltschaft Cottbus in Folge der aktuellen Statikprobleme Betrugsermittlungen eingeleitet habe, erklärte der BER-Chef vor der für Freitag angesetzten Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft.

Ein Gutachten hatte ergeben, dass fünf von 15 im neuen Terminaldach verbaute Rauchgasventilatoren mit je 4.000 Kilo doppelt so schwer sind wie angenommen. Weil damit die eingeplante Traglast der Technikbühnen im Dach deutlich überschritten ist, verfügte das zuständige Bauamt im Landkreis Dahme-Spreewald am Montag einen sofortigen Baustopp für den gesamten Terminalbereich. Wann die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden können, ist unklar.