Flüchtlinge - Salzburg limitiert Notquartier mit 800 Flüchtlingen
Salzburg/Freilassing (APA) - Angesichts des immer größer werdenden „Rückstaus“ an Flüchtlingen in der Stadt Salzburg zog Bürgermeister Heinz...
Salzburg/Freilassing (APA) - Angesichts des immer größer werdenden „Rückstaus“ an Flüchtlingen in der Stadt Salzburg zog Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) am Donnerstag die Notbremse: Das völlig überbelegte Notquartier in der Bahnhofsgarage wird ab sofort mit 800 Notreisenden limitiert, teilte er am Donnerstagnachmittag via Aussendung mit. Die übrigen Flüchtlinge müssen direkt am Bahnhof bleiben.
„Das wird über kurz oder lang zu sehr ernsthaften Problemen für den Betrieb am Hauptbahnhof führen“, warnte Schaden. „Wir stellen fest, dass wir kontinuierlich überfordert werden, unter den gegebenen Umständen werden wir die Funktion Salzburgs als Ausfallstor von Österreich nach Deutschland nicht mehr lange meistern können.“
Das Quartier in der Tiefgarage sei ursprünglich für 450 Menschen und einen Aufenthalt von jeweils wenigen Stunden ausgelegt gewesen. Dieses Limit wurde angesichts der geänderten Umstände auf etwa 800 Menschen ausgeweitet. Derzeit sei die Garage aber nahezu durchgehend mit mehr als 1.000 Menschen belegt, so der Bürgermeister. Der ständige starke Überbelag sei aber aus sicherheitstechnischen, medizinischen, hygienischen sowie humanitären Gründen nicht länger zu verantworten, weil eine Versorgung der Flüchtlinge bei kontinuierlicher Überfüllung kaum mehr möglich sei und die Situation die eingesetzten Kräfte permanent überfordere.
Zurzeit kommen mehr Menschen nach Salzburg als nach Deutschland weiterreisen dürfen, wo die Menschen fast ausnahmslos hin wollen. So langten beispielsweise am Mittwoch rund 2.100 Flüchtlinge hier ein, 1.500 konnten im Lauf des Tages über die bayerische Grenze.