Sölden-Pistenchef Grüner: „Erst zehn, dann 80 Leute auf der Piste“
Der Countdown läuft: Heute in einem Monat wird der alpine Ski-Weltcup traditionell mit den Gletscherrennen der Damen und Herren (jeweils Riesentorlauf) eröffnet. Pistenchef Isidor Grüner (39) erläutert den Feinschliff der Rennstrecke.
Seit wann arbeiten Sie und Ihr Team an der Strecke?
Isidor Grüner: Los ging die Arbeit bereits im vergangenen Winter mit dem Errichten der Schneedepots. Nachdem nun die schützenden Folien weggeräumt wurden, konnte die mobile Schneeanlage aufgebaut werden.
Wie präsentiert sich der Hang?
Grüner: Vor einer Woche konnte erstmals beschneit werden, mittlerweile liegen am Parkplatz 30 cm Schnee, oben kamen 40 cm hinzu. Prognosen sind allerdings schwierig: Es kann winterlich bleiben – oder aufgrund von Regen und Föhn bald wieder einiges weg sein.
Durch den Gletscherfluss wird der Hang bekanntlich von Jahr zu Jahr steiler.
Grüner: Flacher wird er nicht und derzeit ragt die Steilhang-Einfahrt zusätzlich heraus. Das werden wir korrigieren müssen, ansonsten bleibt die Strecke aber gleich.
Wie groß ist Ihr Team für die Pistenpräparierung?
Grüner: Das umfasst derzeit zehn Leute, 14 Tage vor dem Rennen sind es 40 bis 50, in der Weltcup-Woche etwa 70 bis 80.
Als Ex-Rennfahrer sind Sie ein Ski-Experte. Mit wem rechnen Sie heuer?
Grüner: Mit Marcel Hirscher und Ted Ligety (USA), wenn ihm vielleicht wieder ein Detail einfällt. Bei den Damen führt der Sieg über Anna Fenninger, aber auch Viktoria Rebensburg (GER) mag den Hang sehr gern.
Das Interview führte Florian Madl.
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