Mikl-Leitner: Heuer über 5.000 Flüchtlinge zurückgeschickt

~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA359 vom 24.09.2015 muss es im letzen Absatz,...

~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA359 vom 24.09.2015 muss es im letzen Absatz, zweiten Satz richtig heißen: „Kroatien und Slowenien“ (und nicht: „Kroatien und Serbien“). Die Nachrichtenagentur Reuters hat ihre Angaben korrigiert. --------------------------------------------------------------------- ~ Bad Staffelstein/Wien (APA/Reuters) - Österreich hat heuer entsprechend der Dublin-Asylregeln mehr als 5.000 Flüchtlinge in andere EU-Länder zurückgeschoben, darunter auch Syrer. Die meisten davon schicke man nach Rumänien und Bulgarien, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Donnerstag bei einem CSU-Treffen im bayrischen Kloster Banz.

Derzeit schickt die Republik wegen der schwierigen humanitären Lage dort keine Menschen nach Griechenland zurück. Auch nach Ungarn, das eine harte Flüchtlingspolitik verfolgt, gebe es derzeit kaum Rückführungen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der APA.

Nach den Dublin-Asylregeln müssen Schutzsuchende im ersten EU-Land, in das sie einreisen, um Asyl ansuchen. In den vergangenen Wochen flohen tausende Menschen vor allem aus Syrien über die Türkei nach Griechenland. Von dort reisten die meisten über die Balkan-Route nach Ungarn oder zuletzt über Kroatien und Slowenien nach Österreich und von hier ungehindert nach Deutschland weiter. Deutsche Politiker äußerten zuletzt ihren Unmut darüber, dass die Dublin-Asylregeln nicht umgesetzt werden.

Mikl-Leitner sagte in Bayern, man werde in Österreich keine Asylbewerber aus den beiden ex-jugoslawischen Staaten akzeptieren. „Dann werden wir sie nach Kroatien und Slowenien zurückbringen.“ In beiden Ländern würden kaum Asylanträge gestellt, sie seien aber sicher. Die Flüchtlinge hätten kein Recht, sich das für sie wirtschaftlich attraktivste Land auszusuchen. Sie ließ allerdings offen, ob Österreich weiterhin nach Deutschland weiterreisende Flüchtlinge durchziehen lasse.