Schweiz stockt Mittel für Exportförderung und Tourismus auf
Bern (APA/sda) - Um den Tourismus in der Schweiz und den Export zu fördern, macht das Schweizer Parlament für die nächsten vier Jahre rund 3...
Bern (APA/sda) - Um den Tourismus in der Schweiz und den Export zu fördern, macht das Schweizer Parlament für die nächsten vier Jahre rund 388 Mio. Franken (356,6 Mio. Euro) locker. Das sind fast 14 Mio. Franken mehr als vom Bundesrat beantragt. Großzügig zeigte sich das Parlament besonders bei der Marketingorganisation Schweiz Tourismus.
Diese erhält den Löwenanteil der Fördergelder: 230 Mio. Franken stehen der Organisation für die nächsten vier Jahre zur Verfügung. Der Bundesrat hatte lediglich 220,5 Mio. Franken beantragt, den National- und Ständeräten war dies jedoch zu wenig.
Weil die Tourismusbranche von der Frankenstärke besonders stark betroffen sei, brauche es mehr Geld, befand die Mehrheit des Parlaments. Schweiz Tourismus müsse schließlich immer mehr Märkte bearbeiten, weil die Schweiz für europäischen Gäste ein teures Pflaster geworden sei.
Der Nationalrat wehrte sich zunächst gegen die Aufstockung des Budgets. Die derzeitige Finanzlage lasse keine weiteren Mehrausgaben zu - zumal Schweiz Tourismus eine klare Strategie fehle, lautete der Tenor. Bei der dritten Beratung schwenkte der Nationalrat aber schließlich auf die großzügigere Linie des Ständerats ein und sprach sich ebenfalls für 230 Mio. Franken aus.
Spendabel zeigte sich das Parlament auch bei der Exportförderung. 94 Mio. Franken stehen in den nächsten vier Jahren dafür zur Verfügung - um 4,4 Mio. Franken mehr als vom Bundesrat vorgeschlagen. Dies sei notwendig, um neue Märkte zu erschließen, argumentierten die Befürworter.
Bei den anderen Budgetposten folgte das Parlament dem Bundesrat. Für die Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus stehen in den nächsten vier Jahren 30 Mio. Franken zur Verfügung. Mit 16,4 Mio. Franken werden Informationen über den Unternehmensstandort Schweiz gefördert.
Kommentare