VW-Dieselskandal: VKI startet Sammelaktion für betroffene Konsumenten

Wien/Wolfsburg (APA) - Die Manipulation von Abgasmessungen im VW-Konzern haben nun auch in Österreich die Konsumentenschützer auf den Plan g...

Wien/Wolfsburg (APA) - Die Manipulation von Abgasmessungen im VW-Konzern haben nun auch in Österreich die Konsumentenschützer auf den Plan gerufen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) bietet an, Schadenersatzansprüche zu prüfen. VW-Kunden können sich kostenlos an einer Sammelaktion beteiligen, teilte der VKI am Freitag mit.

Der VKI sucht die Zusammenarbeit mit US-Anwälten, die in den USA Sammelklagen einbringen. Denn es sei nicht einzusehen, warum US-Kunden Schadenersatz bekommen, weil es das Instrument der Sammelklagen dort gibt, europäische Kunden aber leer ausgehen.

VW hat eingeräumt, dass die Software mancher Modelle so manipuliert war, dass am Prüfstand weniger Schadstoffe ausgestoßen wurde als im realen Verkehr. Käufer eines betroffenen Fahrzeuges könnten für ein vermeintlich umweltfreundliches Fahrzeug einen höheren Preis gezahlt haben, im Zuge eines Rückrufs oder Umbaus Aufwendungen haben und allenfalls sogar Kfz-Steuer nachzahlen müssen, meint der VKI.

„Wir gehen davon aus, dass eine Werbung mit einer bestimmten Abgasleistung, die sich als falsch herausstellt, zum einen irreführend ist und zum anderen für kausale Schäden Schadenersatzansprüche auslöst“, schreibt Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im VKI, in einer Aussendung. Zwar habe der VKI noch zu wenig Informationen für die Prüfung von Schadenersatzansprüchen, sammele aber insbesondere Werbung, die von VW an die Kunden gegangen ist.

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